Warum Geiz nicht geil ist – Sparsamkeit hingegen schon!

Sparsamkeit versus Geiz
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„Der ist aber geizig, der hat sicher keinen Spaß im Leben!“

Spricht man offen darüber, wie man durch kluge Entscheidungen Geld gespart hat oder sparsam lebt, ist die erste Reaktion meist: „Der ist aber geizig, der hat sicher keinen Spaß im Leben“. Dass jedoch ein großer Unterschied zwischen Geiz und Sparsamkeit besteht und warum du durch Sparsamkeit profitieren und glücklicher sein kannst, möchte ich anhand der Protagonisten Gerd Geizig und Spartacus Sparsam zeigen. Meine Behauptung ist, dass du durch Sparsamkeit glücklicher wirst und Geiz hingegen nur Nachteile für dich bringt.

Was ist Geiz?
Geiz ist im Duden als „übertriebene Sparsamkeit“ definiert. Dies bedeutet, dass der Drang zum Sparen bei einem geizigen Menschen zwanghaft ist und sein oberstes Lebensziel darstellt. Naheliegend ist, dass wir andere Personen gerne als geizig beschreiben, selten aber uns selbst. Typische Ansichten und Glaubenssätze geiziger Menschen sind „Ich darf mir nichts gönnen!“, „Ich habe zu wenig von …“ oder „Geld anzuhäufen ist wichtiger als Spaß zu haben“. Ursachen sind meist Verlustängste wie die Angst vor Kündigung, Angst vor sozialem Abstieg etc. Geizige Menschen verhalten sich daher auch meist unsozial und egoistisch. Sie möchten ihr Geld für sich behalten und Anderen möglichst nichts davon abgeben.

Aus dem Leben von Gerd Geizig
Gerd Geizig ist 27 Jahre alt, hat eine sichere Beamtenstelle und liest gerne Immobilienangebote für die Verwirklichung seines Traumes vom Eigenheim. Er selbst bezeichnet sich nicht als geizig, da man für die Fahrt eines Kollegen ins Krankenhaus doch wenigstens das Spritgeld verlangen kann und Besucher bei ihm zu Hause wirklich auch vorher schon hätten essen und trinken können. Der Pfennigfuchser wird für das Horten seiner Cents eher belächelt, denn es sind immer noch Kleinbeträge, die er hortet. Sein Kleiderschrank besteht aus alter Discounterkleidung, die seit der ersten Wäsche zerschlissen ist. Seit 2 Wochen hat er seine erste Freundin, die ihren Kinoeintritt aus eigener Tasche bezahlt, versteht sich. Einladungen, sich mit Bekannten zu treffen, die sein Interesse für Immobilien teilen, lehnt er meist ab. Er befürchtet, eine Runde Bier zahlen zu müssen was er gar nicht einsieht. So manövriert er sich weiter in sein Schneckenhaus aus Cents und hortet sie mit vollster Hingabe. Wird Sparen zum Zwang (Geiz) und wird als das wichtigste Lebensziel gesehen sind die Folgen daher alles andere als geil. Mit einer „Geiz-ist-geil“-Mentalität kaufe ich die billigste Technik/Kleidung/Lebensmittel nur des Sparens willen, ungeachtet, dass ich dadurch in 2 Monaten das Teil ersetzen muss, die Kleidung unter unmenschlichen Bedingungen hergestellt wurde oder Lebensmittel schlecht für den Körper sind. Sozial zeigt Geiz zudem ein beschämendes Bild vom Wert, den wir unseren Mitmenschen beimessen. Wie unterscheidet sich nun Sparsamkeit vom Geiz?

Was ist Sparsamkeit?
Legen wir abermals die Definition des Duden zu Grunde, findet man für Sparsamkeit die Erklärung: „Ist auf möglichst geringe Ausgaben, möglichst geringen Verbrauch bedacht“. Dies bedeutet generell, dass man Dinge effizient macht. Wenn ich das gleiche Ergebnis mit weniger Einsatz erreiche, ist letztere Lösung effizienter. Der Hauptunterschied zwischen Sparsamkeit und zwanghafter Sparsamkeit (Geiz) ist jedoch, dass man bei Sparsamkeit das Glück, die Zufriedenheit als oberstes Lebensziel behält. Ich spare nicht des Sparens willen, sondern ich maximiere Glück, Freude, Zufriedenheit als oberstes Ziel. Die landläufige Meinung und Reaktion auf Menschen, die nur einen geringen Teil ihres Monatseinkommens zum Leben benötigen ist: „Oh, das ist aber heftig – das kriegt man schon hin, aber ich will mir lieber etwas gönnen“. Dies impliziert die Annahme, dass sich ein sparsamer Mensch auf Kosten von Lebensfreude und Glück einschränkt und etwas im Leben verpasst. Im eigentlichen Sinne meint Sparsamkeit jedoch nur, dass mein Ziel wie z.B. Lebensfreude mit möglichst geringen Ausgaben und Einsatz von Ressourcen erreiche. Bei der Entscheidung für die Möglichkeiten wie ich zum Ziel komme, wähle ich die Möglichkeit aus, die mit minimalem Einsatz von fleißigen, für mich arbeitenden Euromünzen auskommt.

5 Vorteile von Sparsamkeit
Wenn du den Unterschied zwischen Sparsamkeit und Geiz verstanden hast und weißt, dass bei letztem als oberste Priorität maximale Lebensfreude und Glück steht, wirst du schnell sehen, dass du durch Sparsamkeit zwei Fliegen mit einer Klappe schlägst. Zum einen erhöhst du dein Glück, zum anderen sparst du nebenbei Geld, was wiederum deine Zeit bis zur finanziellen Unabhängigkeit (Zeitpunkt, zu dem deine monatlichen Ausgaben von Kapitalerträgen gedeckt werden) reduzierst.
Konkret sehe ich 5 Vorteile, von denen du durch sparsames Verhalten profitierst:

  1. Sparsamkeit motiviert dich, dein Ziel zu kennen
  2. Sparsamkeit fördert Achtsamkeit
  3. Sparsamkeit fördert Kreativität und das Erlernen neuer Fähigkeiten
  4. Sparsamkeit bringt Entspannung
  5. Sparsamkeit führt zu mehr Freude

Vorteil 1: Sparsamkeit motiviert dich, dein Ziel zu kennen
Wenn man sparsam ist und das im Gespräch mit anderen kommuniziert, setzt man sich schnell Kommentaren aus wie „Ohje, du sparst aber viel – gönn dir doch mal was. Wofür das alles, wenn dir morgen etwas passiert und alles Sparen und Einschränken umsonst war?!“. Damit ist man automatisch aufgefordert, sein Verhalten zu hinterfragen und für sich die Frage zu beantworten: Was möchte ich im Leben, was ist mein oberstes Ziel. Ein glückliches, erfülltes Leben könnte eine Antwort sein. Ist dieses Ziel definiert, werden weitere Ziele untergeordnet. Ein Unterziel kann sein, ein Vermögen aufzubauen, sodass man durch die Erträge des Vermögens finanziell unabhängig von einem Angestelltenjob ist, in dem man eventuell unzufrieden ist. Wichtig ist, dass man sein „Warum?“ kennt. Dann geht es nur noch darum, dieses Ziel effizient, d.h. unter geringem Einsatz von Ressourcen wie Geld, Zeit, Umweltressourcen zu erreichen. Es ist niemandem zu wünschen, jedoch kann ein jeder durch einen Unfall plötzlich aus dem Leben gerissen werden und dann möchte man sich nicht gesagt haben „Mist, die Einschränkungen waren alle für nichts. Die Früchte der Sparsamkeit kann ich nicht ernten.“ Wenn mich morgen ein Laster überrollt, hätte ich dann heute etwas anders gemacht, anders gelebt? Hätte ich mir dann das teurere Steak gekauft? Auch wenn es hart formuliert sein mag kann diese Frage helfen, dein oberstes Ziel von Glück nicht aus den Augen zu verlieren und bei positiver Sparsamkeit zu bleiben ohne zwanghaft zu werden.

Vorteil 2: Sparsamkeit fördert Achtsamkeit
Wer sparsam ist, hat verstanden, dass Geld einem viel Freiheit ermöglichen kann und daher nicht unwichtig für ein zufriedenes Leben ist. Wenn du sparsam bist, heißt das, dass du einen Überblick über deine Finanzen hast und Ausgaben hinterfragst. Mit der einfachen Frage, wie viel mehr Glück/Zufriedenheit dir die nächste Ausgabe bringt wirst du vom blinden, durch Werbung gesteuerten Konsumkäufer zum achtsamen, bewussten Investor in dein Glück. Anstatt dir im Vorbeigehen ein Buch zu kaufen, weil es dich gerade „anlacht“ wäre ein günstigeres Gedankenmuster: „Wow, dieser Buchtitel springt mir ins Auge, das scheint interessant. Ich werde es notieren und in 30 Tagen noch einmal schauen, ob ich es immer noch haben möchte.“ Wenn du nach 30 Tagen weiterhin großes Interesse daran verspürst und weißt, dass es dich langfristig zufriedener macht, freust du dich, bewusst in deine Bildung zu investieren und kaufst/leihst es gezielt. Du weißt, dass du das Buch mit Sicherheit in den nächsten Tagen lesen wirst. Du bekommst ein Gespür dafür, was dich langfristig glücklich macht und welche Käufe automatisch gemacht werden und nur ein kurzfristiges Glücksgefühl bewirken.

Vorteil 3: Sparsamkeit fördert Kreativität und das Erlernen neuer Fähigkeiten
Wenn du sparsam bist und bereits bewusster deine Ausgaben hinterfragst, kommt schnell der Punkt an dem du feststellst: Döner am Feierabend & ein McDonalds Menü am Bahnhof sind sehr teuer im Vergleich zum Nutzen/Schaden, den sie bringen. Das Glücksgefühl ist nur kurzweilig: „Du bist müde von der Arbeit und brauchst daher nicht mehr zu kochen und lecker ist fettiges Fleisch mit Sauce (+ Geschmacksverstärker) vielleicht auch“. Nach der 20-minütigen Freude jedoch kommt der schwere Magen, der das Einschlafen erschwert, der Geldbeutel, der um 5€ bzw. 8€ erleichtert wurde und langfristig Fettpolster, die deine Gesundheit beeinträchtigen. Sparsam zu sein bedeutet hier, die Selbstdisziplin zu lernen in der Woche ein ungesundes Fertiggericht weniger zu essen. Stattdessen kaufst du gesündere Zutaten ein, verbesserst deine Kochfähigkeiten, schläfst leichter ein, fühlst dich besser und sorgst für eine bessere Gesundheit für den Rest deines Lebens. Nur als Nebeneffekt hast du ebenfalls mehr Geld am Monatsende übrig, das direkt investiert und für dich arbeiten kann. Anstatt dich mit Freunden wie immer in der Bar zu treffen, warum nicht einmal zu dir einladen, dir aneignen wie man gute Cocktails/Snacks zubereitet und gemeinsam aktiv sein, Spaß haben und ganz nebenbei 15€ einsparen, die für dich arbeiten können. Das neue Designerregal kannst du dir kaufen oder du erweiterst deine handwerklichen Fähigkeiten und bringst dir bei wie du es selbst baust. Das bringt Spaß, neue Fähigkeiten, Unabhängigkeit und ganz nebenbei spart es dir meistens wertvolle, arbeitende Euros. Wenn man sich als Ziel setzt von 50% seines Einkommens zu leben und die anderen 50% zu sparen, macht ein sparsamer Mensch das nicht des Sparens willen, sondern eher aus dem Spieltrieb heraus, sich der Herausforderung zu stellen, wie er von 50% des Einkommens leben kann – ohne an Lebensfreude einzubüßen, versteht sich. Das regt an, kreativ zu sein, neue Dinge auszuprobieren und seine Komfortzone zu verlassen, was wiederum langfristig in einem zufriedeneren Leben resultiert. Wohingegen bei geizigen Menschen eine Angst dominiert, Geld zu verlieren oder irgendwann nicht mehr genug Geld zu haben ist dies bei sparsamen Menschen anders: Sparsame Menschen haben Lust neue Dinge zu probieren, Risiken einzugehen und werden mit größeren Erträgen belohnt.

Vorteil 4: Sparsamkeit bringt Entspannung
Wer sparsam ist und sich vor einem Kauf die Frage stellt, ob ihn das Produkt der Wahl langfristig glücklicher macht, merkt schnell, dass dies nur bei wenigen Dingen der Fall ist. Die Freude der meisten Konsumkäufe ist nur von kurzer Dauer. Hält ein Produkt der Abwägung von Kosten & Nutzen (langfristige Erhöhung der Lebensfreude) statt, wird es gekauft. Das führt insgesamt zu deutlich weniger Neuanschaffungen. Je weniger Dinge du um dich herum hast, desto weniger Chaos, Belastung spürst du und desto mehr Unabhängigkeit, Freiheit bekommst du. Liegt auf einem aufgeräumten Schreibtisch in der Mitte ein Brief, den es zu bearbeiten gilt, kannst du dich voll darauf
konzentrieren, gleich erledigen und dir steht keine Ablenkung im Weg. Liegt dieser Brief jedoch auf dem obersten Stapel eines chaotischen Schreibtisches mit einem Überfluss an zu erledigenden Post-It‘s, Krimskrams, zu bezahlenden Rechnungen und 20 verschiedenen Textmarkern, Kulis und teuren Füllfederhaltern, geht dies deutlich schwieriger. Wird neben den zwei Familienautos noch der kleine Stadtflitzer für die Frau angeschafft, heißt das abgesehen von den zusätzlichen Kosten auch zusätzliche Termine für Reparatur, Tanken, Versicherungspapierkram usw. Sparsam bei der Neuanschaffung oder durch Aussortieren alter Gegenstände zu sein führt immer auch zu mehr Entspannung und Freiheit.

Vorteil 5: Sparsamkeit führt zu mehr Freude
Sparsam zu sein führt auch dazu, mehr Dinge Wert zu schätzen. Eine der beeindruckendsten Fähigkeiten des Menschen ist es sich in kurzer Zeit an die Umgebung anzupassen. Wird ein Sportwagen gekauft, schnellt die Freude kurzfristig in die Höhe. Alles ist neu am Auto, jede Fahrt wird zum Abenteuer. Nach den ersten Monaten nimmt das Glücksgefühl beim Einsteigen schon ab und nach einem Jahr ist der Wagen zur Normalität geworden. Frei nach dem Motto „Höher, schneller, weiter“ muss der nächste Wagen her. Um die gleiche Freude zu erzeugen, sind nun immer mehr Euros notwendig und die Konsumspirale darf nie aufhören um das Niveau der Freude aufrechtzuerhalten. In einem Experiment befragten Forscher über mehrere Monate hinweg Menschen, deren Schicksal unterschiedlicher nicht hätte sein können. Gruppe 1 bestand aus Personen, die durch einen Unfall plötzlich querschnittsgelähmt wurden wohingegen Testpersonen der Gruppe 2 kürzlich im Lotto gewonnen hatten. Die ersten 3 Monate entwickelte sich die Stimmung beider Gruppen den Erwartungen entsprechend: Die Lottogewinner waren überglücklich, die verunglückten haderten mit ihrem Schicksal auf einmal nicht mehr laufen zu können. Das Unglaubliche jedoch war, das nach nicht einmal 6 Monaten das Glücksniveau beider Gruppen gleich hoch war. Beide hatten sich an die neue Situation gewöhnt. Als Beispiel das Leben des oft zitierten, fiktiven BWL-Justus: Zum Abitur hat er einen Sportwagen bekommen, lebt zum Studium in einer 90m² großen Eigentumswohnung in der Münchner Innenstadt und isst jeden 2. Tag im Restaurant, weil die monatlichen 3.000€ „Lebensunterhalt“ von den Eltern irgendwie an den Mann gebracht werden müssen. Dieses sorgenfrei scheinende Leben beneide ich jedoch keineswegs. Warum? BWL-Justus wird sich nach 3-6 Monaten an den Sportwagen, die Wohnung und das Restaurantessen gewöhnt haben. Ab dann wird das Glücksgefühl abnehmen, da er die Rahmenbedingungen als normal wahrnimmt. Stattdessen muss er sich ständig nach weiteren Steigerungen umschauen. Sein Kommilitone hingegen, der nicht mit so viel finanzieller Unterstützung von den Eltern „gesegnet“ ist, zieht zum Studienbeginn in ein 12m² großes Zimmer im Studentenheim (Beispiel Geldschnurrbart). Als erste eigene „Wohnung“ ist das bereits spannend, man lernt sich selbst zu versorgen und mehr als zum Lernen, schlafen und ausnüchtern wurde das Zimmer in den ersten Semestern sowieso nicht genutzt. Nach einigen Jahren folgt der Umzug in eine 2er WG, das Zimmer wächst auf 20m² und sogar ein Wohnzimmer ist nun nutzbar, was die nächste Ausschüttung von Glückshormonen bewirkt. Zum ersten Job wird in einer neuen Stadt eine eigene Wohnung gemietet – erneute Freude. All diese Freuden über kleine Verbesserungen bleiben BWL-Justus in seinem Lebensstil verwehrt.

Nach den Erläuterungen ein kurzer Blick auf die Anfangssituation – geschildert diesmal aus der Sicht von Spartacus Sparsam.

Das Leben von Spartacus Sparsam
Wo Gerd Geizig die Einladung ausschlug denkt sich Spartacus Sparsam, dass dieses Treffen sicher ein interessanter Austausch mit Gleichgesinnten wird. Zu Beginn gibt er direkt eine Runde Bier aus, weil er es toll findet, dass sie sich zusammengefunden haben. Im Gespräch ergibt sich, dass sein Tischnachbar ihn auch aufgrund der netten Geste sympathisch findet und bietet ihm an ihn einmal mit zu nehmen und ihm seine aktuellen Projekte zeigt. Durch dieses soziale Verhalten hatte Samuel nicht nur einen netten Abend, ein gutes Gefühl indem er Andere eingeladen hat, neue Freunde gewonnen sondern auch einen Auftrag an Land gezogen mit dem er an einem Tag verdiente, wofür Gerd Geizig ein Jahr braucht. Zum Treffen ist Spartacus Sparsam übrigens spaziert, denn neben den 2€ Ersparnis für den Bus war seine Hauptmotivation, während des Abendspaziergangs nach Immobilien Ausschau zu halten.

Fazit und Praxistest
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass ein erheblicher Unterschied zwischen Geiz und Sparsamkeit besteht. Sinnvolles Sparen ist keine Einschränkung sondern die Entscheidung für eine ressourcensparende Lebensführung unter Beibehaltung der Glücksmaximierung als oberstes Lebensziel. Sparsamkeit fordert dich heraus kreativ zu werden, neue Fähigkeiten zu erlernen und bewusst zu leben. Warum also nicht direkt aktiv werden? Nimm dir für diese Woche eine Sache vor und setze sie direkt um!

Einige Praxisideen:

  • Anstatt bequem auf dem Weg zur Arbeit 10 min. in der U-Bahn zu sitzen kannst du dir auch sagen, einmal die Woche werde ich die 30 min. zur Arbeit spazieren. Hierdurch entspannst du unbewusst, atmest frische Luft, hast Bewegung und gleichzeitig sparst du dir auch noch das Ticket
  • Warum diesen Sommer nicht einmal die Herausforderung mit der Familie annehmen: Versuche doch einmal, deine Familie zu motivieren beim Picknick anstatt Plastikteller die eigenen mitzubringen und anschließend zu waschen. Einen leckeren Salat mit Kartoffelecken selbstgemacht als Ersatz für das Extrafleisch. Anstatt den 30 min. Jetski eine Kanutour über 3 Stunden mit Ruhe, Entspannung und körperlichem Training
  • Die Eltern für eine entspannte Fahrradtour zu überreden anstatt mit dem Auto zum Ziel zu fahren
  • Wählt ein näheres Ziel als Campingtrip, falls möglich
  • Nächstes Treffen mit Freunden statt in der Bar zu Hause bei dir und du begeisterst mit dem neu erlernten Cocktailrezept

Welche Idee hast du und konntest du Sie umsetzen? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

Zum Weiterlesen: Wer nicht investiert, hat schon verloren!, Passives Einkommen

3 Gedanken zu „Warum Geiz nicht geil ist – Sparsamkeit hingegen schon!“

  1. Hallo Geldschnurbart,
    toller und ausführlicher Artikel! Der Unterschied zwischen Sparsamkeit und Geiz ist enorm wichtig und du arbeitest das in deinem Artikel auch echt gut heraus.

    Einzig beim Vorteil 4 – Entspannung fehlt mir das Offensichtliche: wer sparsam lebt und Geld zur Seite legt kann entspannt(er) durchs Leben gehen. Eine teure (Auto-)Reparatur, ein neues (Haushalts-)Gerät weil das alte den Geist aufgibt oder mal ein paar Monate Arbeitslosigkeit überbrücken – solche außerplanmäßigen Ausgaben können entspannt aus der dafür angesparten Notreserve gezahlt werden.

    Grüße ins Ländle!
    N.

    1. Hi Julia,

      danke für das Lob!

      Mit deiner Anmerkung hast du absolut Recht. Wer sparsam lebt, wird meist automatisch ein Vermögen aufbauen. Durch das Vorhalten eines Sicherheitspuffers in Cash oder auf dem Giro fängt die ungeplanten Ausgaben wie Reperaturen usw. ab und lässt einen gut schlafen. Habe ich darüber hinaus gehende Beträge ertragreich investiert, kann ich insgesamt entspannter sein, da die Abhängigkeit gegenüber z.B. einem Angestellenjob sinkt. Danke für deinen Hinweis!
      Das Thema Sicherheitspuffer, Budgetplanung usw. kommt bald auch noch als eigener Artikel.

      Liebe Grüße, Geldschnurrbart

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