fbpx
Geld sparen durch Spartipps der Frugalisten

10 Spartipps der Frugalisten – Geld sparen mit Spaß

Am Dienstag steht ein Videodreh der Stuttgarter Zeitung an, bei dem die Reporterin 30 Tage im Selbsttest den Lebensstil als Frugalist testen möchte. Frugalisten sparen einen hohen Anteil ihres Einkommens ohne ihre Lebensfreude zu reduzieren. Wie ich persönlich Frugalismus für mich interpretiere und warum Sparen keine Einschränkung sondern etwas Positives ist, habe ich bereits beschrieben. Als Vorbereitung für den Videodreh habe ich nachfolgend einige Spartipps zusammengefasst, die mir selbst in den letzten Jahren geholfen haben. Vielleicht ist für dich der ein oder andere gute Tipp dabei!

Spartipps #1: Kenne deine Ausgaben

Das Problem, warum vielen das Sparen schwer fällt ist einfach: Ihnen fehlt der Überblick. Kennst du deine Ausgaben? Nur wenn du dir bewusst bist, wo und in welcher Höhe dein Geld regelmäßig hinfließt, kannst du dein Verhalten anpassen. Meine eigenen Ausgaben habe ich einmal hier dargestellt. Kosten wie Miete, Handy etc. sind den meisten bewusst, aber was ist mit den nicht so einfach greifbaren Ausgaben? Essen/Trinken/Freizeit? Um diese Ausgaben zu bestimmen, hat mir ein einfacher Trick geholfen: Schätze die Kosten für einen Monat und hebe den Betrag am Monatsanfang bar ab. Diesen Monat bezahlst du dann konsequent die Ausgaben für Essen/Trinken/Freizeit von diesem Geld. Geht das Geld vor dem Monatsende aus, füllst du mit weiterem Bargeld auf. Am Monatsende notierst du jedoch, wie viel insgesamt für das normale Leben gebraucht wurde. Nach 2 Monaten kennst du deine Ausgaben für diese schwieriger greifbare Kategorie. Wem ein Haushaltsbuch zu aufwändig ist, kann sich mein eBook mit Excel-Vorlage herunterladen, die ich selbst verwende.

Spartipps #2: Wocheneinkauf und Kilopreise

Machst du es dir zur Gewohnheit, einen Wocheneinkauf anstatt vieler kleiner Spontankäufe für Lebensmittel zu machen, hat dies zwei Effekte: Du wirst gesündere Lebensmittel einkaufen und gleichzeitig Geld sparen. Das liegt daran, dass du dir für den Wocheneinkauf die Gerichte für die einzelnen Tage bereits überlegst. Spontene Frustkäufe mit ungesundem Essen nach einem stressigen Tag werden damit seltener. Gleichzeitig kannst du den Wocheneinkauf bei einem Geschäft wie ALDI machen, der eventuell etwas weiter entfernt ist, als teurere Lebensmittelhändler (bei gleicher Qualität). Beim Einkauf selbst kannst du Kilopreise vergleichen. Bei Gemüse wie Paprika ist es oft verblüffend, wie man dir durch Marketingtricks das doppelte Geld für die gleichen Waren abluchsen möchte. Ein Vergleich der Kilopreise schafft hier Abhilfe.

Spartipps #3: 30 Tage Regel gegen Impulskäufe

Durch Online-Shopping bei Amazon etc. ist das Kaufen einfach wie nie geworden. Oft verleitet es uns jedoch dazu, Dinge anzuschaffen, dir wir nach kurzer Zeit wieder überflüssig finden und damit Geld verbrennen. Um hier vorzubeugen und Impulskäufe zu vermeiden, hilft die 30 Tage Regel: Warte bei größeren Anschaffungen 30 Tage. Hältst du den Kauf dann immer noch für sinnvoll, kannst du ihn ruhigen Gewissens tätigen. Die Wahrscheinlichkeit, dass du den Gegenstand nach kurzer Zeit nicht mehr brauchst, ist damit geringer geworden.

Spartipps #4: Fleischkonsum überdenken

Wer sich seiner Ausgaben bewusst wird, kann auch hinterfragen, was für Essgewohnheiten sich etabliert haben. Hoher Fleischkonsum führt nicht nur zu Verschlechterungen unserer Umwelt, sondern frisst auch viel deines hart erarbeiteten Geldes auf. Obwohl im Discounter Antibiotikaschnitzel zu nicht nachvollziehbaren Preisen angeboten werden, ist Fleisch immer noch ein sehr teures Produkt. Nicht jeder muss direkt Vegetarier werden, aber es lohnt sich zu hinterfragen, ob dein Fleischkonsum reduziert werden kann. Isst du weniger häufig Fleisch, sparst du Geld obwohl du es dann sogar beim Metzger in hoher Qualität aus der Region kaufen kannst. Es bleibt somit etwas Besonderes und der Planet und dein Vermögen freuen sich.

Spartipps #5: Reparieren statt ersetzen

In der heutigen Wegwerfgesellschaft tendiert man schnell zum Neukauf wenn etwas kaputt geht. Vieles kann jedoch mit wenig Aufwand repariert werden. Mein Beachvolleyball für 60€ hatte ein Loch. Anstatt des Neukaufs habe ich einen Reparaturshop entdeckt, der das Ganze für 8€ repariert hat. Mein Handyakku war nach 2 Jahren nicht mehr brauchbar, das Gerät jedoch intakt. Anbieter wie ifixit schaffen hier Abhilfe. Mit ein paar Handgriffen hat man auch bei iPhones die Möglichkeit, den Akku zu ersetzen und übt sich im handwerklichen Geschick. Wem das zu viel ist, kann den Akku von Anbietern wie reparando vor Ort in wenigen Minuten wechseln lassen.

Spartipps #6: Lerne die Grundlagen des Investierens

Sparen ist ein großer Hebel für den Vermögensaufbau. Wer das Geld jedoch nur auf dem Sparbuch belässt, macht daraus langfristig nicht mehr sondern weniger Geld (Da die Kaufkraft durch die Inflation sinkt). Daher sollte sich jeder mit den Grundlagen des Investierens auskennen. Dies kann jeder ohne Vorkenntnisse und Matheaffinität in kurzer Zeit erlernen. Sei es durch das Durcharbeiten meines eBooks, das Besuchen eines Seminars oder die Recherche auf Finanzblogs. Wer sich hier jedoch allein auf den Ratschlag Anderer verlässt, ohne es selbst zu verstehen, wird es schwer haben. Daher lohnt es sich, dich in diesem Bereich weiterzubilden.

Spartipps #7: Selbst kochen

Fast-Food, Restaurantbesuche und der mogentliche Coffe-To-Go reißen langfristig ein tiefes Loch in die Haushaltskasse. Die Ausgaben, die schlecht für die Gesundheit sind oder aus Faulheit passieren, können direkt gestrichen werden. Restaurantbesuche, die Lebensfreude bringen und bewusst wahrgenommen werden, können bleiben. Du kannst dich auf jeden Fall fragen, ob du ein Gericht nicht auch einmal selbst kochen möchtest. Die Aktivität allein kann Spaß machen, du lernst neue Fähigkeiten und dein Vermögen wächst schneller an. Gleichzeitig wirst du tendentiell gesünder essen, wenn du selbst kocht, wovon du ein Leben lang profitierst.

Spartipps #8: Steuererklärung machen

Geld sparen kann man auch durch die Abgabe der Steuererklärung. Dies lohnt sich auch für Personen, die noch nicht oder nur gering verdienen, weil sie noch in der Ausbildung/Studium sind. Mittlerweile kann dies online per Elster abgegeben werden. Wer es noch bequemer haben möchte, kann sich für wenig Geld Software wie WISO* kaufen. Hier wird man in Interviewform durch die Erklärung geführt. Bei durchschnittlichen Rückzahlungen von 935€ wäre es schade, wenn man sich dies entgehen lässt.

Spartipps #9: Sport im Freien

Wir Menschen kämpfen stark mit unserem inneren Schweinehund. Im Januar wird motiviert durch Neujahrsvorsätze das Monatsabo im Fitnesstudio abgeschlossen. Im Februar geht man schon seltener und im warmen Sommer haben wir dann oft gänzlich die Motivation verloren. Warum an Stelle des kostenpflichtigen Monatsabos nicht die Natur nutzen? Joggen im Park, Klimmzüge am Trimm-Dich-Pfad und Liegestütze auf der Wiese… es kostet nichts, man atmet frische Luft ein und die Öffnungszeiten sind Tag- und Nacht! Ich habe dieses Jahr meinen ersten Marathon absolviert, das Training davor war kostenfrei und in der Natur.

Spartipps #10: Vermeide die typischen Finanzfehler

Erfolge beim Thema Vermögensaufbau beruhen nicht nur auf den Dingen, die wir tun. Wichtig sind besonders die Dinge, die wir nicht machen. Gemeint sind typische Finanzfehler. Ein Neuwagen, der nach 3 Jahren extrem an Wert verliert, das Überziehen des Dispokredites, Konsumschulden. Dies sind nur ein paar Beispiele für Entscheidungen, die viele von uns treffen ohne sich der schlechten Auswirkungen auf ihr Vermögen gänzlich bewusst zu sein. Auch hier hilft wieder die eigene Weiterbildung, um aus den Fehlern Anderer zu lernen. Auch wer investiert und sein Vermögen durch Aktien vermehren will, kann eine Fülle an Anfängerfehlern machen. Daher habe ich ein Kapitel im eBook – Deine Finanzen in 7 Tagen nur dem Thema „Typische Anlegerfehler“ gewidmet. Nur wer die Auswirkungen seiner Finanzentscheidungen kennt, kann sie vermeiden.

Was sind deine Spartipps?

Dies war ein kleiner Auszug von möglichen Spartipps, die das Leben besser und dein Vermögen größer machen können. Welche Tipps setzt zu bereits um? Hast du weitere Tipps, die dein Leben besser machen und gleichzeitig dein Vermögen steigern? Ich freue mich auf dein Feedback in den Kommentaren.

Zum Weiterlesen: Viel Lebensfreude für wenig GeldGalileo Podcast – Spar dich glücklichAktiendepot eröffnen in 5 Minuten,

 

4 Kommentare

  1. Hallo Geldschnurrbart,
    Tipp Nr 7 höre ich häufig, stimmt aber meiner Erfahrung nach nicht. Mittags gehen mein Freund und ich meist in die Mensa. Abends und am Wochenende ernährt er sich fast ausschließlich von Fertiggerichten oder isst belegte Brote. Nudeln kochen und eine Fertigsauce aufmachen rechne ich da auch hinzu. Ich hingegen koche oft und „richtig“ und würde wetten, dass ich deutlich mehr für Lebensmittel ausgebe.
    Fertiggerichte enthalten oft minderwertige Zutaten und sind darum günstig. Zum Beispiel wenn ich selbst eine Pizza mache, zahle ich schon für den Bund frisches Basilikum oder die gute Salami mehr als eine Supermarkt-Pizza kosten würde. Klar bleibt davon noch was übrig, aber z.B. manche Gewürze braucht man nur einmal im Jahr und anderes wird schlecht. Mit anderen Gerichten ist es ähnlich und vor allem entwickelt man beim Kochen schnell einen gewissen Anspruch an sein Essen und will nicht mehr 0815 Nudeln mit Tomatensauce essen. Außerdem kauft man Zutaten oft teurer als nötig, weil man nicht zu 3 verschiedenen Supermärkten laufen will, um die Preise zu vergleichen und es bei Aldi & Lidl eben doch vieles nicht gibt. Das geht dann ins Geld und das mit dem teuren Fleisch stimmt leider auch. Ist wohl auch der Grund, wieso in Fertiggerichten stets wenig davon enthalten ist, meine Bolognese zum Beispiel enthält wesentlich mehr Hackfleisch als die Fertigsaucen.
    Gesünder ist selbst kochen natürlich schon. Aber mein Freund ist sogar schlanker als ich, vielleicht gerade weil er sich nicht so viel mit Essen beschäftigt, also man sollte das echt nicht überbewerten.

    1. Hi Hicksi,
      vielen Dank für deinen Kommentar!
      Deine Anmerkung mit Fertiggerichten stimmt in manchen Fällen sicher. Habe es ersetzt durch Fast-Food, hier ist der Vorteil (Geld) neben der Gesundheit nämlich eindeutig. BigMc-Menü etc. kosten 8€ und mehr – da liegt man selbst zubereitet deutlich darunter und hat viel besseren Nährwert. Auch muss man beim Selbstkochen unterscheiden. Natürlich ist ein gutes Stück Biolachs teuer und wird nicht ständig auf den Tisch kommen. Bei uns kostete ein Gericht in der Firmenkantine 5 – 6 € inkl. Nachtisch. Oft habe ich am Vorabend eine große Reispfanne mit Gemüse gemacht. Hier lagen die Kosten pro Portion < 1€. Trotzdem wusste ich im Gegensatz zur Kantine, was ich an Zutaten verwendet habe und das Gericht daher frei von Geschmacksverstärkern war. Frische Kräuter habe ich bei mir auf dem Balkon eingepflanzt, so muss ich nicht alle 2 Wochen einen frischen Basilikum kaufen, das ist praktisch und spart. Daher denke ich, dass natürlich einige Gerichte selbst gekocht auch teurer sein können als die Tiefkühlpizza - die meisten "einfachen" Gerichte jedoch günstiger sind als Fast-Food wie BigMc, Döner etc. Eine gute Woche dir und einen guten Appetit beim Selbstgekochten, lg Geldschnurrbart

  2. Meine Tipps:
    1. Möglichst kein Auto. Ich fahre Fahrrad, Bahn und ab und zu mit dem Flixbus. Wenn ein Auto gebraucht wird, dann reicht ein Dacia für 10k oder ein Jahreswagen. Wenn man nichts selbst reparieren kann, würde ich keinen alten Gebrauchten kaufen.
    2. Gebrauchte Möbel & Haushaltsware: Ein paar Sachen kann man ruhig neu kaufen, aber mal eine Kommode oder Geschirr von der Oma tut’s auch.
    3. Preise vergleichen: Versicherungen, Supermarkteinkäufe.. ich kaufe meistens „das billigste“. Mehl, Nudeln, Zucker, Möhren, Küchenrolle.. kaufe selten Bio- oder Markenpodukte, weil ich den Mehrwert selten sehe. Außer bei tierischen Produkten, da darfs auch Bio sein.
    4. Wenig Kleidung/Accessoires kaufen. Ich trage auch im Winter T-Shirts, laufe immer in Jeans & Turnschuhen rum. 1 Rucksack statt 20 Handtaschen. Eine schicke Armbanduhr. Erst wenn die kaputt ist, gibt es eine neue.
    5. Nicht alles wegschmeißen: Schuhkartons sind gute Aufbewahrungsboxen, Eisboxen zum Aufbewahren von Essen im Kühlschrank, übrig gebliebene Nägel & Schrauben aufbewahren. Selbst Geschenk-Verzierungen (z.B. Schleifen) bewahre ich auf, falls ich mal was verzieren will.
    6. Nichts für den Schrank oder Keller kaufen. Funktionell statt nur schön aussehen. Ich suche lieber lange nach dem „perfekten“ Haushaltsgegenstand als mich damit rumzuärgern.
    7. Borgen und verleihen (z.B. Werkzeug)

    Gibt bestimmt noch ein paar, aber das sind grob die wichtigsten. Ich zahle übrigens alles mit Karte, um den Überblick zu haben.

    1. Hey Jenny,

      vielen Dank für deinen Kommentar!
      Super Tipps, da ist sicher noch für den ein oder Anderen etwas Hilfreiches dabei, vielen Dank!
      Besonders Werkzeug verleihen finde ich gut. Wenn ich Werkzeug anschaffe, dann in hoher Qualität, das hält dann auch 30 Jahre. Als Heimwerker braucht man nicht ständig alles – daher ist das verleihen super.
      Danke für deinen Input und eine schöne Woche dir,
      lg Geldschnurrbart

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.