Teil 1: √úber 28% Rendite mit Optionen ‚Äď Leserstory Alexander

Dies ist der Auftaktbeitrag einer ganzen Artikelserie: Leser Alexander (33) fand das Investieren in ETFs zwar vern√ľnftig, aber auch langweilig. Also schaute er sich nach weiteren Investitionsm√∂glichkeiten um und stie√ü auf den Handel mit Optionen. Nun ist ein Jahr vergangen und er teilt in dieser Artikelserie seine Erfahrungen und Rendite mit Optionen. Wer w√§hrend der Corona-Zeit Lust auf aktiveres Investieren (mit Chance auf hohe Rendite) hat, kann dem Beispiel von Alexander folgen und seinen Schritten und √úberlegungen zum Optionshandel folgen. Hast du ebenfalls im letzten Jahr Interessantes gelernt, dass du gerne mit Anderen teilen m√∂chtest, schreib mir gerne an info@geldschnurrbart.de. Viel Spa√ü mit der Artikelserie bestehend aus 9 Teilen!

Alexander (33) ‚Äď √úber mich und wie ich zu Optionen kam

Mein Name ist Alexander (33) und ich habe wohl den klassischen Werdegang eines Investors durchlaufen: Zuerst alles Geld auf dem Sparbuch gehortet. Dann gemerkt, dass wir Geld anlegen m√ľssen um es nicht von der Inflation auffressen zu lassen. Aktiendepot er√∂ffnet, gelernt, dass ETFs sinnvoll sind um das Risiko zu streuen und man am besten passiv investiert.

Seitdem investiere ich meine monatlichen √úbersch√ľsse in Aktien-ETFs und Einzelaktien. Wenn man das jedoch vern√ľnftig macht und daher nicht darauf setzt, den Markt zu timen etc., ist das ein relativ langweiliges Unterfangen, das automatisch abl√§uft.¬†

Also informierte ich mich zus√§tzlich √ľber weitere Investitionsm√∂glichkeiten. Optionen fielen mir dabei auf, da ich das Konzept dahinter plausibel fand: Menschen bezahlen andere daf√ľr, dass sie sich gegen Verluste absichern. Nach dem Motto ‚Äúeinfach mal machen‚ÄĚ wollte ich wissen, wie das funktioniert, wie viel Verdienst m√∂glich ist und ob es mir Freude bereitet.

Dass das Handeln mit Optionen dann doch so gut l√§uft, hat mich selber √ľberrascht. Mein jetziges Ziel ist es zu schauen, ob ich mit meiner Strategie diesen Trackrecord aufrecht erhalten kann.¬†

Meine Vorbereitung

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Als Vorbereitung recherchierte ich rund f√ľnf Stunden auf verschiedenen Blogs + Youtube Videos. Immer wieder stie√ü ich dabei auf eine Buchempfehlung: Strategisch Investieren mit Aktienoptionen: Konservativer Verm√∂genszuwachs mit Stillhaltergesch√§ften von Dr. Peter Putz.¬†

Ich besorgte mir das Buch und las es an einem Wochenende durch. 

Ich wollte direkt loslegen und er√∂ffnete neben meinem Onvista-Depot f√ľr Aktien ein weiteres Depot f√ľr Optionen (dazu sp√§ter mehr: Teil 6: Optionen Broker).

Lieber fehlerhaft gestartet, als perfekt gezögert: Mein erster Trade mit Optionen

Ausgestattet mit einem groben Regelwerk im Kopf legte ich los. Nach meinem heutigen Wissen keine aufw√§ndige Strategie: Covered Calls, Cash Secured Puts (Erkl√§rung siehe Teil 3: Put Option, Teil 4: Call Option). Nach der Einzahlung von 2.000 Dollar f√ľhrte ich meinen ersten Optionstrade aus:

Tanger Factory Outlet: SKT April25’19 PUT 16

Die Zeile sieht komisch aus, aber am Ende von der Serie wisst ihr, was ich gemacht habe.

W√§hrend meines ersten Jahres habe ich einiges dazugelernt und mein Regelwerk angepasst, was ich im Kapitel Regelwerk (Teil 7: Optionsstrategien ‚Äď Meine einfachen Regeln) erl√§utere.

Meine Rendite mit Optionen im ersten Jahr

Die ersten Trades liefen exakt so, wie ich mir das erhofft hatte. Es gefiel mir immer mehr und weil es gut lief, investierte ich mehr Geld.

Im Durchschnitt hatte ich im ersten Jahr 10.000 US-Dollar zur Verf√ľgung in meinem Optionsdepot. Hierf√ľr habe ich im ersten Jahr 2.140 US-Dollar an Gewinnen durch meine Optionsstrategie erhalten. Das entspricht einer Rendite von 21,4% vor Steuern. Auf das gesamte Jahr hochgerechnet w√§ren das sogar √ľber 28,5% p.a. Rendite mit Optionen.

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Screenshot aus meiner Excel-Tabelle. Die Tabelle f√ľhrt die entstandenen Cash-Flows sowie realisierte Kursgewinne/-verluste bei Aus√ľbung

Heute, im zweiten Jahr meines Handels mit Optionen, ist meine Grundstrategie gleich geblieben. Nach und nach habe ich die Strategie weiter verfeinert. Mein Zeitaufwand wurde ebenfalls geringer.

Zu Beginn habe ich jeden Tag ins Depot geschaut. Es war nicht notwendig, aber hat Spaß gemacht (ich kam mir wie ein Trader vor :)) 

Notwendig war, dass ich im Schnitt pro Woche 1-2 Stunde aufgewendete, um:

  • meine Watchlist auszubauen
  • am Regelwerk zu feilen
  • neue Optionstrades zu √∂ffnen und zu schlie√üen.
Optionen - Schmierzettel f√ľr meine Rendite
Mein Schmierzettel f√ľr den √úberblick. Ich mag es analog.

Das Foto zeigt meine zus√§tzliche und vielleicht unn√∂tige handgeschriebene Liste. So behalte ich zus√§tzlich zur Handelsplattform den √úberblick, f√ľr welchen Optionsverkauf wie viel Geld reserviert werden muss. Zus√§tzlich kann ich so meine angestrebte Monatsrendite im Blick behalten.

Update 2021: Auch im 2. Jahr Optionshandel lief es 2020 trotz Corona mit
19,1% Optionen Rendite sehr gut!

Fazit nach meinem ersten Jahr mit Optionen ‚Äď Risiko & Rendite, die Spa√ü machen

Mein Fazit nach dem ersten Jahr Optionshandel: eine super spannende Sache, die eine beträchtliche Rendite erwirtschaftet hat.

Mir ist klar, dass der Zeitraum von einem Jahr noch nicht aussagekr√§ftig genug ist, um den Optionshandel langfristig f√ľr mich beurteilen zu k√∂nnen. Die Vorteile im Vergleich zu meinen passiven ETF-Investments: Ich habe die M√∂glichkeit, aktiv etwas zu machen, um meinen Cashflow zu erh√∂hen.

Auch wenn es super läuft mit rund 25% Rendite, muss man sich zwingen, auf dem Boden zu bleiben.  Mir, als sicherheitsorientierter Typ, kommt es schon verdächtig vor, als kompletter Anfänger circa 25% Rendite zu machen. Aus diesem Grund halte ich deshalb mein Gesamtexposure gering.

Ich strebe an, dass ich 20% meines Gesamtvermögens im Optionsdepot habe. Das ist offensiv, habe aber keine Verbindlichkeiten in Form von Immobilienkrediten oder sonstige Verpflichtungen.

Daher sage ich mir: no risk, no fun. Auch wenn ein Totalverlust sehr unwahrscheinlich ist, rechne ich damit, dass ich einen Teil des Verm√∂gens verlieren k√∂nnte. Ich k√∂nnte damit leben, denn die Entscheidung f√ľr das Risiko treffe ich bewusst.

Sind Optionen etwas f√ľr dich?

Optionen sind etwas f√ľr dich, wenn du

  • an den Finanzm√§rkten interessiert bist
  • gerne auch mal ‚Äúaktiv‚ÄĚ investieren willst
  • bereit bist, zu lernen¬†
  • Fuck-you-money hast, das du mittelfristig nicht ben√∂tigst.

Optionen sind nichts f√ľr dich, wenn du

  • dich ungern mit Geldanlagen besch√§ftigst
  • nicht genug Startkapital (2.000-5.000 Euro) hast
  • das Geld zeitnah ben√∂tigst oder einen Verlust nicht kompensieren k√∂nntest

Nun aber alles der Reihe nach.
In Teil 2 legen wir den Grundstein zu Optionen: Was sind Optionen?

Schreibt uns gerne in die Kommentare, wie seid ihr bisher investiert, kommt Optionshandel eventuell in Frage oder seid ihr schon aktiv dabei?
Wir freuen uns, gemeinsam zu lernen!

Risikohinweis / Disclaimer

Der Inhalt wurde mit gr√∂√üter Sorgfalt und nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Der Autor √ľbernimmt ausdr√ľcklich keine Verantwortung, Garantie und/oder Gew√§hr f√ľr die Korrektheit und Vollst√§ndigkeit der Informationen. Vom Autor erw√§hnte Aktien, Optionen und sonstige Investmentarten sind immer mit Risiken behaftet und k√∂nnen zum Totalverlust des Kapitals f√ľhren (Weshalb wir nur einen kleinen Teil unseres Gesamtverm√∂gens einsetzen).

Alle Texte sowie Hinweise und Informationen stellen keine Anlageberatung oder Empfehlung dar. Sie dienen lediglich der Weiterbildung und Unterhaltung! Sollte der Leser sich Inhalte dieses Artikels zu eigen machen oder etwaigen Ratschl√§gen folgen, so ist er sich bewusst, dass er eigenst√§ndig handelt und f√ľr sein Tun selbst Verantwortung tr√§gt. Eine Haftung, auch im Einzelfall, ist ausgeschlossen.

✅ Was benötige ich um Optionen zu handeln?

Du ben√∂tigst grundlegendes Verst√§ndnis dar√ľber was Optionen sind, eine Optionensstrategie, frei verf√ľgbares Kapital, das du nicht zum Leben brauchst und einen Optionen Broker. In meiner Artikelserie stelle ich meinen Weg zum Optionshandel vor.

‚úÖ Welche Risiken habe ich beim Optionshandel?

Das h√§ngt von der gehandelten Option ab. Es gibt Optionshandel bei denen ein theoretisch unbegrenztes Verlustrisiko besteht. Ich bevorzuge abgesicherte, gedeckte Option zu handeln. Mit gedeckten Put-Optionen oder Call-Optionen l√§sst sich das Risiko f√ľr einen klar und verst√§ndlich darstellen. Dazu habe ich ein Regelwerk zu meiner Optionsstrategie erstellt.

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22 Gedanken zu ‚ÄěTeil 1: √úber 28% Rendite mit Optionen ‚Äď Leserstory Alexander‚Äú

  1. Moin,
    ich bin schon l√§nger begeisterter Optionsh√§ndler. Zweieinhalb Jahre habe ich auch nur gute Ergebnisse mit dem Handel von Aktienoptionen erzielt. Bis der Crash kam. Grad heute habe ich aber ein Video ver√∂ffentlicht, in dem ich mit Torsten Tiedt vom Aktienfinder √ľber die Schattenseiten des Optionshandels spreche.
    Wir gehen beide auf Phasen ein, in denen es mal nicht so gut gelaufen ist.
    Sehr cool, dass Alexander auch im Crash noch ordentlich kassiert hat. Ich habe eine Telegramgruppe,
    davon hat keiner (!!!) im Crash positive Rendite gemacht. Ich habe h√§nderingend nach jemandem gesucht! Man lernt ja gerne von erfolgreichen Menschen. Ebenso bekannte deutsche Option√§re, Profis wenn man so will ‚Äď negative Rendite seit dem Crash‚Ķ
    Ich bin richtig gespannt, wie Alexander das gemacht hat. Vielleicht hat er auch mal Lust auf ein gemeinsames Video (wenn gew√ľnscht auch anonym). Da kann man sicher einiges lernen.
    Freue mich total auf die weiteren Teile dieser Serie ūüôā
    Schöne Ostern allen!
    Beste Gr√ľ√üe
    Vincent

    Antworten
    • Hallo freaky finance,
      ich f√ľhle mich geehrt so schnell einen Kommentar von dir bekommen zu haben. Ich habe gelesen, dass du im M√§rz leider einen Verlust von √ľber 50.000 EUR in deinem Optionsdepot verbuchen musstest. Ich vermute, dass du auf Magin handelst und in der Corona Krise selbst konservativ gew√§hlte Strikes bei deinen Short Puts (SP) heftig ins Geld gelaufen sind. Da du dich vermutlich nicht aus√ľben lassen konntest, weil die SP nicht gedeckt waren musstest du nat√ľrlich glattstellen und so einen Verlust realisieren.

      Ich habe vor dem Handel auf Margin (noch) zu viel Respekt so dass bei mir alles gedeckt gehandelt wird. Das hat f√ľr mich den Vorteil, dass ich zu keinem Zeitpunkt einen Verlust realisieren MUSS. W√§hrend der Phase der sch√§rfsten Korrektur hatte ich auch Buchverluste von ca. 20%. Da ich aber nicht gezwungen war Optionen mit Verlust glattzustellen konnte ich weiter Option schreiben. So das Stand heute die Buchverluste bereits wieder ausgeglichen sind. Im Vergleich dazu steht meine gew√§hlte Benchmark ACWI bei -16% YTD.

      Die f√ľr mich relevante Performancekennzahl ist die Rendite auf mein eingesetztes Kapital. W√∂chentliche Schwankungen im Buchwert des Optionsdepots interessieren mich √§hnlich wenig wie bei meinem Buy-and-Hold Aktien/ETF Portfolio. Ich verfolge das nat√ľrlich auch, aber den f√ľr mich z√§hlenden Abschluss mache ich nach einem Jahr und stelle diesen gegen ein passives ETF Investment mit dem gleichen eingesetzten Kapital.

      Ich hoffe, dass mein Plan aufgeht und ich trotz Corona Krise dieses Jahr wieder ein Plus mache und meine Benchmark schlage. Wir werden sehen….
      Beste Gr√ľ√üe
      Alex

      Antworten
      • Hi Alex,
        wie ich gehandelt habe und was zu meinem Verlust gef√ľhrt hat beschreibe ich in dem Video https://youtu.be/UkRnjGYwjk0
        Auf jeden Fall ein Vorteil in der Phase nur gedeckte Trades offen gehabt zu haben.
        In die Richtung werde ich auch definitiv wieder gehen ūüôā

        Also hattest du in der hei√üen Phase des Crashs keine auslaufenden Positionen? Oder bei einer bestimmten Verlustschwelle geschlossen? Oder hast du die gerollt? Oder zu den √ľbelsten Kursen die Aktien einbuchen lassen?

        Cash gedeckt ist gut, weil man mehr M√∂glichkeiten hat aber das alleine sch√ľtzt einen ja nicht vor Verlusten.
        Danke und beste Gr√ľ√üe
        Vincent

        Antworten
        • Hallo Vincent,
          doch ich hatte SP in der hei√üen Phase laufen. Ich habe mich aus√ľben lassen und dann an die Situation angepasste Calls geschrieben. Die muss ich jedoch in dieser Aussnahmesituation √∂fters kontrollieren und ggf. rollen um wieder zum Einstandskurs zu gelangen. Bis jetzt funktioniert es und ich konnte mein zwischenzeitlichen Buchverlust wieder ausgleichen. Das Rollen hat nat√ľrlich seinen Preis der die bereits eingefahren Rendite schm√§lert. Was am Ende dabei rauskommt‚Ķich bin gespannt.

          Antworten
          • Ho Alex,
            danke f√ľr die Antwort. Was sind ‚Äěan die Situation angepasste Calls‚Äú? Auf den eingebuchten Bestand (Covered Calls)? Oder einfach grunds√§tzlich Calls weil die Kurse runter gingen und Calls in der Situation besser laufen? Ungedeckte Calls sind n√§mlich leider auch brandgef√§hrlich, wenn dir der Kurs dann doch auf einmal noch oben wegl√§uft. Das hei√üt ja auch, dass man eine feste Marktmeinung haben muss: Kurs f√§llt! Sonst wird es eben teuer. Covered Calls finde ich klasse, wenn man den Strike an seinen Einstandspreis oder gar h√∂her legen kann. Aber das d√ľrfte in der Marktphase ja auch nicht der Fall gewesen sein, weil deine Strikes wahrscheinlich recht weit √ľber dem Kurs zum Einbuchungszeitpunkt lagen?!? Dieses ‚Äěrantasten‚Äú von unten mit Covered Calls an den Einstandskurs mache ich zwar auch manchmal aber dann wird es eben auch schon wieder anstrengend. Bin jedenfalls mega interessiert an deinem Vorgehen und wir k√∂nnen uns da gerne auch mal au√üerha√∂b der Kommentarfunktion unterhalten.
            Schöne Ostern!
            Gruß
            Vincent

            Antworten
    • Hallo maTTes,
      ging mir genauso. Deswegen f√ľhre ich in der weiteren Serie auch Step-by-Step mit Screenshots alle wichtigen Aktionen durch. Bleib dabei und entscheide am Ende ob es was f√ľr dich sein k√∂nnte!
      beste Gr√ľ√üe
      Alex

      Antworten
  2. Hallo,

    auch ich handel seit Jahren Optionen. Leider habe auch ich einen hohen 5-Stelligen Betrag in den Markt einzahlen m√ľssen.
    Finde es gut, dass es immer mehr private Optionshändler gibt. Bin gespannt wie es weiter geht.
    In dem erwähnten Buch werde ich von Peter sogar im Vorwort erwähnt, wenn ich mich recht erinnere.

    Alles Gute Andreas

    Antworten
    • Hallo,
      das Buch ist klasse und war mir eine große Hilfe meinen doch recht einfachen Ansatz zu entwickeln.
      Beste Gr√ľ√üe
      Alex

      Antworten
  3. Hallo Vincent,
    ja, ‚Äěangepasste calls‚Äú sind alles Covered Calls (CC) auf den eingebuchten Best√§nde. Naked oder ungedeckt handele ich nicht. Du hast Recht, dass die einbuchten Best√§nde im Minus zum Einstandskurs sind und ich keinen Call wirtschaftlich beim Einstandskurs schreiben kann. Deswegen w√§hle ich den Strike niedriger. Du hast auch Recht das in der aktuellen Krise mehr Aufwand erfordert als in nicht-Krisen M√§rkte. Ich habe f√ľr meine Basiswerte eine klare Marktmeinung und zwar, dass die mittel- bis langfristig steigen. Solange die Kursentwicklung unentschlossen ist versuche ich durch CC auf meine Best√§nde Pr√§mien zu erzielen. Wenn die Kursentwicklung dann wie erwartet irgendwann steigt muss ich hoch-rollen ‚Äď das wird dann einen Verlust ergeben. Ich hoffe dass ich dann aber unterm Strich besser performt habe als meine Benchmark (ACWI oder mittlerweile besser: Nasdaq 100). Das w√§re ja auch schon eine gute Leistung

    Antworten
  4. Hallo, mich w√ľrde mal interessieren, welche Underlying Du handelt. Ich h√§tte einen CSP zu 169 auf IWM geschrieben, und w√ľrde ausge√ľbt. Danach ging der Kurs steil bergab. Den Verlust im Underlying konnte ich durch CC bisher nicht aufholen. Trotz √∂fter Rollen. Z. Zeit musste ich die Aktien (IWM) f√ľr 118 abgeben und habe einen CSP zu 118 offen. (Pr√§mie 440 Dollar) Laufzeit noch bis Freitag in 8 Tagen. Da mein Konto zu Anfang nur 15000 ‚ā¨ war, schreibe ich halt immer nur eine Option und nicht auf Marvin. Bin gespannt auf Deine weiteren Artikel. Besonders √ľber die Steuer. M. f. G. Eugen

    Antworten
    • Hallo Eugen,
      meine UL sind alles Einzelaktien aus der Tech-Branche (dazu kommt noch was). Ich habe bis jetzt auf einen ETF wie IWM Optionen geschrieben, wobei das mit Sicherheit eine gute Idee ist (Stichwort Diversifikation). Ich konnte bisher meine Buchverluste durch CC wieder ausgleichen, allerdings sind meine UL auch nicht so stark gefallen wie der Russell 2000. Vielleicht liegt es daran das Small Caps stärker abgestraft wurden als andere Werte (z.B.: Tech Werte?).
      Auf jeden Fall gut, dass du nicht auf Margin gehandelt hast, denn das h√§tte dir das Genick brechen k√∂nnen. Au√üerdem w√ľrde ich dein Handel nach einem Zeitraum einem gleichdotierten Einzelinvestment in den Russell 2000 ETF vergleichen. Vielleicht kommst du dabei mit deiner Optionsstrategie besser weg. Und besser weg kann ja auch hei√üen: weniger Verlust. So werde ich zumindest mein Optionshandel am Ende des Jahres gegen meine Benchmark (Nasdaq 100) vergleichen.

      Beste Gr√ľ√üe
      Alex

      Antworten
  5. Hallo Alex,

    vielen Dank f√ľr die spannende Reihe! Ich habe durch die Telegram-Gruppe von Vince Ende letzten Jahres mit Optionen begonnen und konnte von Dezember bis Februar auch ca. 20% Rendite rausholen. Da bei mir allerdings fast alles in Aktiensparpl√§ne geht und ich viel auf Margin gehandelt habe, bin ich durch verlustreiches Schlie√üen von Positionen baden gegangen, aber nur in kleinem Stil (ca. 1000‚ā¨). Egal, Staub abklopfen und zur√ľck in den Sattel. Den ersten SP konnte ich letzte Woche mit Gewinn schlie√üen und die n√§chsten (teuren) SP laufen erst Mitte Mai aus, sodass sich die Kurse bis dahin noch hoffentlich etwas erholen k√∂nnen.

    Also, ich bin gespannt, was ich bei dir lernen kann!

    Antworten
  6. Hallo Alexander,

    ich danke Dir f√ľr deine Ausf√ľhrungen. Das macht sehr viel M√ľhe, das so ordentlich zu dokumentieren. Eine Frage habe ich. Wie Du deine Rendite (auf die Laufzeit des Trades und p.a.), anhand der Pr√§mien und ‚Äěreservierten Werte‚Äú (wie Du es nennst) ausrechnest habe ich verstanden. Das betrifft dann die Rendite, welche direkt aus den Optionen entsteht. Allerdings vermisse ich die Gegenrechnung der Rendite aus den angedienten und abgekauften Aktien. Kannst Du dazu bitte eine detaillierte Darstellung m√ľndlich oder bildlich machen.
    Ich m√∂chte diesen Punkt aufwerfen, weil deine Optionsstrategie recht aggressiv ist. Das geht bei CSPs und CCs. Allerdings wird die Rendite dann nicht nur aus Optionsgesch√§ften bestimmt sondern auch aus dem endg√ľltigen Glattstellen von Aktienpositionen und das k√∂nnen bei einem bevorzugten Delta von 0,2 und einer Toleranz gegen√ľber Optionsaus√ľbungen nach einiger Zeit einige werden.
    Zum Beispiel gleich dein 1. Trade aus Abbildung:
    https://geldschnurrbart.de/wp-content/uploads/2020/03/optionen-rendite.jpg
    vom 31.05.2019 auf IQ. Die 100 Aktien wurden dir doch bestimmt abgekauft. Hattest Du diese vorher?
    Oder der Trade vom 07.08.2019 bei ANGI. Nach dem Schreiben des CSPs ist die Aktie um 30% gefallen. Ich denke die 100 Aktien wurden Dir angedient.

    Sicher k√∂nnen das jetzt nur die ung√ľnstigen Beispiele gewesen sein. Aber es w√ľrde mich im Detail interessieren, ob die aus deiner Optionsstrategie indirekt resultierenden Aktiengesch√§fte mit in die Rendite einkalkuliert wurden.

    Ich danke Dir f√ľr deine Information.

    Viele Gr√ľ√üe, Markus

    Antworten
    • Hallo Markus,
      vielen dank f√ľr deinen Kommentar. Vorneweg zum Thema ANGI: das als UL auszuw√§hlen w√ľrde ich wegen der Weiterveroptionierbarkeit heute nicht mehr machen. Ich habe ANGI heute noch im Bestand und f√ľhre es zu Renditeberechnung mit seinem Einbuchungskurs von 12.50 USD x 100 im investierten Kapital.
      Zum Thema IQ:
      Das hast du richtig erkannt. Die wurden mir per CC wieder ausgebucht. Ich update gerade nach Kommentar eines Lesers das Steuerkapitel und bei ist mir aufgefallen dass das Reporting von IB etwas irref√ľhrend ist. Es ist sehr wahrscheinlich dass ich den Aktienverlust von 100 USD der bei Aus√ľbung von IQ nicht ber√ľcksichtigt habe.
      Bleibt dabei…das Update wird bald online gestellt.
      NACHTRAG: Ich habe jetzt alle Pr√§mien und GuV aus Aktientransaktionen so verbucht wie es meiner Meinung nach steuerlich richtig ist. Das Reporting von IB ist da etwas irref√ľhrend. Durch die Ber√ľcksichtigung von Aktientransaktionen und der korrekten Erfassung von Pr√§mien ausge√ľbter Optionen hat sich die Rendite f√ľr 2019 sogar noch etwas auf 28,x% p.a. gesteigert.
      Beste Gr√ľ√üe
      Alex

      Antworten
      • Hallo Alexander,

        ich danke f√ľr deine Erl√§uterungen. Wie ich jetzt verstanden habe, hast du diverse Aktienpositonen durch Aus√ľbungen deiner verkauften Optionen aufgebaut oder ausgebucht bekommen. Dann sollten diese Aktienpositonen auch mit in die Renditeberechnung einflie√üen, welche du uns in diesem Blog anpreist. W√ľrde dies nicht mit einkalkuliert , so w√§re es meiner Meinung nach so, als w√ľrdest du Versicherungen verkaufen und den Gewinn deines Versicherungsgesch√§ftes nur aus den Pr√§mieneinnahmen errechnen und die aufgetretenen Schadensregulierungen vernachl√§ssigen.
        Um also zu einer realistischen Rendite zu gelangen, schlage ich folgende Vorgehensweise vor. Alle Aktienpositionsver√§nderungen, welche sich direkt oder indirekt aus deiner Optionsstrategie ergeben haben, sollten verrechnungstechnisch wieder r√ľckg√§ngig gemacht werden. Dazu kann es also sein, dass du Aktien kaufen oder verkaufen musst. Oder du hast diese bereits ausgleichen k√∂nnen, indem entsprechende Gegenoptionen zur Aus√ľbung kamen. Dann sollte der entstandene Gewinn oder Verlust bez√ľglich der Aktienbewegung mit in die Rendite eingerechnet werden. Nat√ľrlich brauchst du jetzt nicht wirklich alles in Realit√§t auszugleichen. Es reicht aber, wenn du f√ľr offene Aktienpositionen den aktuellen Marktpreis nutzt und annimmst, dass sie jetzt geschlossen w√ľrden. Dann kommen wir zu einer Art unrealisierte Gesamtrendite. Bei dieser Vorgehensweise entsteht f√ľr dich noch der steuerliche Vorteil, dass du Verluste aus Optionsgesch√§ften mit Aktiengesch√§ften verrechnen kannst. Dies ist ja in der Realit√§t nicht der Fall, aber um eine grobe realistische Renditeeinsch√§tzung zu erlangen, reicht dieser Ansatz aus.
        Es w√§re sch√∂n, wenn Du eine Aufstellung ver√∂ffentlichen k√∂nntest, bei welchen Optionsgesch√§ften es zu Aus√ľbungen kam, wann, wie und zu welchem Preis diese wieder ausgeglichen wurden oder zu einem zeitnahmen Datum ausgeglichen werden w√ľrden.

        Ich freue mich auf deine Antwort.

        Viele Gr√ľ√üe, Markus

        Antworten
        • Hallo Markus,
          Danke f√ľr deinen Input. Ich kann deinen Ansatz einer unrealisierten Gesamtrendite nachvollziehen, f√ľr mich ist die Betrachtung realisierten Gewinnen und Verluste (+/-Cashflow) jedoch f√ľr mein Optionsdepot der entscheidende Faktor. √Ąhnlich der Aussch√ľttungsrendite auf das eingesetzte Kapital eines Einkommensportfolios. Ausge√ľbte Aktien finden sich als Teil der Gesamtinvestition in der Renditeberechnung wieder. Das kann nat√ľrlich bedeuten, dass im zweiten Jahr durch die weniger eintr√§glichen CC auf eingebuchte Aktien die Rendite schlechter ausf√§llt als im letzten Jahr bezogen auf den Gesamtinvestitionsbetrag. Wenn sich √ľber die Zeit jedoch ‚Äěschlechte Aktien‚Äú anh√§ufen w√ľrde die Aussch√ľttungsrendite nach und nach sinken. Gut, dass selbst nach den Turbulenzen durch Corona die manches Optionsdepot verw√ľstet hat es nicht danach aussieht. Aber wie im Beitrag √ľber mein Optionsexperiment beschrieben bin ich auch gegen√ľber sehr hohen Renditen, vorallem auf Dauer, eher skeptisch. Ich vermute Jahre mit hoher Rendite werden durch Jahre schw√§chere Rendite ausgeglichen. Ich bin gespannt ob nach zwei oder mehr Jahren die durchschnittliche Rendite gr√∂√üer war als die meiner Benchmark. Bis jetzt sieht es gut aus und ich bin optimistisch.
          Gr√ľ√üe
          Alex

          Antworten
          • Hallo Alexander,

            ich verstehe wie du rechnest. Leider halte ich diesen Ansatz f√ľr nicht akzeptabel gegen√ľber der √Ėffentlichkeit, in welcher du hier als Anleitender auftreten m√∂chtest. Aktuell gibst du Unerfahrenen zu verstehen, dass man mit deiner Optionsstrategie, die von dir genannte Gesamtrendite erzielen kann und das dauerhaft und auch √ľber Krisenzeiten hinweg. Diese Darstellungsweise halte ich f√ľr grob fahrl√§ssig und verantwortungslos gegen√ľber Menschen, welche Einsteiger sind und nach dem Lesen dieses Blogs zur Nachahmung motiviert sind.

            Aus diesem Grund empfehle ich dringend die Durchf√ľhrung meines dargelegten Ansatzes, oder eines √Ąhnlichen, zur Erstellung einer realistischen Rendite. Als seri√∂ser Optionsh√§ndler m√∂chte ich zusammenfassen, dass es bei deiner Optionsstrategie zu Optionsaus√ľbungen kommen kann, welche eigentlich nicht erw√ľnscht waren. Dadurch werden Aktien in das Depot eingebucht oder ausgebucht (eventuell entsteht ein Leerverkauf), welche ebenfalls einen Gewinn oder Verlust unterliegen k√∂nnen. Dieser Gewinn oder Verlust wurde, meiner aktuellen Erkenntnis nach, bei deiner Renditeberechnung nicht ausreichend dargelegt und einberechnet und kann dein angegebenes Renditeergebnis drastisch ver√§ndern. Cash Secure Puts werden eigentlich eingesetzt, um Aktien gezielt eingebucht zu bekommen. Das hei√üt also, man m√∂chte sowieso die Aktien erhalten. Dies ist allerdings nicht die Absicht der in diesem Blog dargestellten Optionsstrategie. Ich m√∂chte mich als seri√∂ser Optionsh√§ndler von solchen, meiner Meinung nach, gef√§hrlichen und grob fahrl√§ssigen Darstellungen vollst√§ndig distanzieren und warne vor einer Nachahmung!

            Viele Gr√ľ√üe, Markus

            Antworten
            • Hallo Markus,
              Danke f√ľr den kritischen Hinweis, den ich mir zur Herzen nehme. Die Renditeberechnung werde ich nochmal √ľberdenken. Ich sehe die Beitragsreihe nicht als Anleitung sondern als Erlebnisbericht meines ‚ÄěExperiment‚Äú. Ich versuche meine Sichtweise und Ansatz zu dokumentieren, m√∂chte aber kein Seminar o√§ verkaufen wo ich als Guru auftrete. Nichts l√§ge mir fernen. Werde den Risikohinweis im Renditeteil noch einmal verdeutlichen, dass ich kein Profi bin sondern es lediglich meine Erfahrung als Anf√§nger ist, die ich hier dokumentiere. Bereits im ersten Beitrag sage ich deutlich dass ich gegen√ľber derartiger Renditeerwartungen skeptisch bin, sollte das aber ggf. nochmal unterstreichen. Ich habe beim Schreiben jedoch explizit darauf geachtet, dass nicht der Eindruck vermittelt wird eine derartige Rendite sei dauerhaft oder auch in Krisenzeiten m√∂glich.
              Besten Dank f√ľr das kritische Feedback
              Alex

              Antworten

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