Leserstory David: Unabhängigkeit durch Unternehmensbeteiligungen

Heute habe ich eine interessante Leserstory von Unternehmer David Schmitz. Er hat eingetretene Pfade verlassen und mit Anfang 30 die finanzielle Unabhängigkeit erreicht. David studierte wie ich Wirtschaftsingenieurwesen und begann im Anschluss einen Angestelltenjob in Portugal. Unerfüllt kündigte er nach einigen Jahren und gründete seitdem mehrere Unternehmen. Was Stolpersteine auf dem Weg waren, warum er ein Fan von Unternehmensbeteiligungen ist und wie sein „Amazon für Bio“ lief, erfahrt ihr in seiner ausführlichen Leserstory. Viel Spaß!

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Hi, ich bin David, geboren am 06.01.1986 und ich will unabhängig sein!

Das bedeutet für mich nicht “Rente mit 40”, es bedeutet auch nicht Frugalismus in einer radikalen Auslegung, aber es bedeutet Glück durch Unabhängigkeit von fremdbestimmter Arbeit und durch örtliche Unabhängigkeit, so wie durch einen für mich persönlich zufriedenstellenden Konsumverzicht.

Dieses Ziel habe ich bereits vor mehr als einem Jahr erreicht. Mein Weg zum Ziel führte und führt dabei neben der klassischen Geldanlage von Sparvermögen in Aktien in erster Linie über Unabhängigkeit durch Unternehmensbeteiligungen.

Wie ich das geschafft habe und was ich euch diesbezüglich mitgeben möchte, davon berichte ich in diesem Beitrag. Vielen Dank Florian, dass ich die Chance bekomme, das hier in deinem Blog zu tun 🙂 !

In jeder Etappe meines Lebens habe ich etwas wichtiges für die Zukunft gelernt (das klingt, als würde ich hier meine Memoiren schreiben ^^). Ich fasse deshalb meine jeweiligen “Learnings” immer am Ende eines Absatzes zusammen und am Ende jedes Kapitels kommt eine konkrete “Message an dich”, in der ich versuche ein oder zwei Tipps zu geben, die dir vielleicht hilfreich sein können.

Was treibt mich an?

Ich habe schon als Kind nicht verstanden, warum man immer alles neu haben möchte, wieso nur die teuerste Marke gerade gut genug sein soll und was es mir für einen Vorteil bringt, wenn ich mein ganzes Taschengeld nach der Schule für eine Tüte Weingummi im Kiosk an der Ecke ausgeben.

Ich war also schon damals eher sparsam und habe mein Geld zusammengehalten. Denn ich wusste, dass ich dieses später besser einsetzen kann, um meine Ziele im Leben zu erreichen.

Das bedeutet nicht, dass mir die Qualität und die Bedingungen, unter denen etwas produziert wurde damals oder heute egal waren. Im Gegenteil. Ich gebe lieber etwas mehr Geld aus, dafür, dass ich ein gutes, haltbares Produkt bekomme, das einen “vertretbaren” (wir können uns alle noch so sehr anstrengen. In Europa sind wir mit unserer Lebensweise immer Teil des Problems, nicht Teil der Lösung) ökologischen Fußabdruck hat, als dass ich auf Kosten von Qualität geize.

Ich tue das einerseits, weil ich wirklich gerne möchte, dass meine Enkel und Urenkel noch eine Welt vorfinden, die nicht total zerstört ist, andererseits aber auch, weil ich davon überzeugt bin, dass ich ganz persönlich länger lebe und länger fit bleibe, wenn ich bspw. darauf achte, Lebensmittel in Bio-Qualität zu essen. Ich bin also nicht im klassischen Sinne frugal.

Ich verzichte auf Dinge, die ich für unnötig erachte und gebe dafür an anderen Stellen mehr Geld für Dinge aus, die mir wichtig sind. Gesund alt zu werden und meinen Nachfahren eine lebenswerte Welt zu hinterlassen gehört also zu den Dingen, die mich antreiben.

Ich liebe Portugal. Seit ich 10 Jahre alt bin, bin ich der Schönheit des Landes, seinem Klima, seiner Landschaft, der Kultur, Sprache und Geschichte verfallen. Schon früh wusste ich, dass ich in Portugal leben möchte oder zumindest teilweise, nicht nur zum Urlaub machen, dort sein will.

Ich will aber noch mehr

Ich möchte nicht nur dafür leben, ein oder zwei Mail im Jahr nach Mallorca zu fliegen und mein Reihenendhaus mit Gartenzwerg abzubezahlen. Jeder der das in seinem Herzen will, soll – nein, muss – das machen. Meine Motivation ist aber eine Andere. Ich möchte ein Leben von dem ich keinen Urlaub brauche. Ich will Dinge tun, die mir Spaß machen und mich erfüllen.

Für mich bedeutet das:

  1. Ortsunabhängiges Arbeiten,
  2. Arbeiten ohne Chef,
  3. meinen Faible für Portugal in meine Tätigkeiten integrieren,
  4. ein hohes Einkommen, das mir meinen persönlichen Lebensstil sichert und eine Sparquote ermöglicht, mit der ich deutlich vor dem eigentlichen Renteneintrittsalter diesen Lebensstandard ohne zu arbeiten halten könnte, wenn ich wollte.

Mein Werdegang: David Schmitz 1.0

Nach dem Abitur habe ich zunächst Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Ich hatte damals den Plan im Bereich erneuerbarer Energien, die in Portugal einen sehr hohen Anteil an der Energiewirtschaft haben einzusteigen und so in Portugal Fuß zu fassen. Es ist natürlich anders gekommen. Aber das Studium hat mir dennoch bei meinen weiteren Schritten sehr geholfen.

Während des Studiums habe ich mich nebenbei, aber nicht gerade wenig, mit Aktien beschäftigt. Ich habe Handelssysteme programmiert und simuliert, aber schnell gesehen, dass man mit Aktien entweder auf die langweilige Tour, systematisch langfristig Geld verdient, oder sich hauptberuflich damit befassen muss.

Learning: Aktives Handeln nach Feierabend funktioniert nicht.

Als Alternative zum Geldverdienen an der Börse habe ich deshalb zusammen mit meinem Bruder mein erstes Unternehmen gegründet. Wir haben Ferienhäuser an der Algarve, in Portugal vermittelt. Das Unternehmen war nur mäßig erfolgreich. Aber ich habe sehr vieles über das Gründen und das Unternehmertum gelernt. Wenn ich das in wenigen Sätze zusammenfasse, dann lautet

Mein Learning von damals: “Du musst das Rad nicht neu erfinden, um erfolgreich zu sein. Aber du musst ein Alleinstellungsmerkmal haben. Sonst funktioniert es nicht auf Dauer.”

Das Unternehmen hat nicht genug erwirtschaftet, um zwei Menschen nach dem Studium noch eine Perspektive zu bieten. Zudem hielt ich es auch für angemessen, erst einmal ein bisschen Erfahrung als Angestellter zu sammeln. Diese Firma haben wir deshalb nach dem Studium aufgelöst.

Mein erster Job in Portugal: Einstiegsgehalt 28.000 Euro

Nach dem Studium bin ich dann nach Portugal gegangen. Ich wusste, dass ich es niemals tun würde, wenn nicht sofort. Schließlich würde ich in Deutschland vermutlich mit einem soliden Gehalt einsteigen, während das Gehaltsniveau und auch die Arbeitsmarktsituation in Portugal insgesamt deutlich schlechter waren und sind.

Wenn ich mich also erst einmal an ein hohes Gehalt in Deutschland gewöhnt hätte, wäre die Einstiegshürde in Portugal fast nicht mehr zu nehmen gewesen. Ich habe mich überall beworben, wo mein Profil gepasst hat. Unter anderem auch bei einem großen deutschen Handelsunternehmen, wo eine Stelle als Bezirksleiter ausgeschrieben war.

Das hatte zwar nichts mit meinem Studienfach zu tun, aber das Gehalt war deutlich höher als es in Portugal anderswo zu erreichen gewesen wäre. Das Unternehmen zahlt Berufseinsteigern in Deutschland ein Einstiegsgehalt von mehr als 50.000€ im Jahr. In Portugal waren es 28.000€. Und damit gehört man dort schon zu den Besserverdienern.

Das Unternehmen hat einen extrem schlechten Ruf, was die Arbeitsbedingungen angeht und diesem Ruf wurde es auch gerecht. Der Druck von oben war enorm groß. Entweder man gibt diesen Druck an die unter einem stehenden Mitarbeiter weiter, oder man geht daran kaputt. Das war aber nicht das größte Problem.

Die internen Unternehmensprozesse und die Technik wurden seit Jahrzehnten nicht aktualisiert. Das Unternehmen hat sich sehr lange auf den vergangenen Erfolgen ausgeruht und gedacht, dass die alten Prozesse für immer überlegen sein würden. Es ist nicht so, dass der Erfolg nicht mehr gegeben ist. Aber mir wurde schnell klar, dass ich am Arbeitsmarkt den Anschluss verlieren würde, wenn ich nicht schnell in ein Unternehmen wechsle, das up to date ist.

Learning: Geld alleine macht nicht glücklich. Es muss auch eine Perspektive geben.

Umzug nach Berlin: Arbeit im StartUp

Ich habe mich also neu orientiert und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich in ein StartUp gehöre. Mittlerweile gibt es in Porto eine florierende StarUp-Szene. Im Jahr 2011 waren aber Berlin und London die einzigen Optionen.

Portugal habe ich deshalb erst einmal wieder den Rücken gekehrt und habe stattdessen in Berlin bei einem StartUp angefangen, das Smartphonezubehör über Onlinemarktplätze verkauft hat. Damals wuchs das Unternehmen schon schnell. Heute ist es europas größter Anbieter für Smartphonezubehör.

Wie es in einem StartUp üblich ist, war immer viel los, es gab nur wenige wirklich feste Prozesse und ich konnte dynamisch an der Unternehmensentwicklung mitwirken. Zunächst habe ich im Einkauf gearbeitet, später kam noch das gesamte Produktdatenmanagement dazu. In der Abteilung habe ich nach einiger Zeit dann die Leitung übernommen.

Die meisten Schwierigkeiten haben damals Prozesse gemacht, bei denen das Unternehmen von den Leistungen anderer abhängig war. Ich weiß das natürlich nur für den Bereich, mit dem ich bei meiner Arbeit zu tun hatte.

Aber ich habe in den Jahren dort festgestellt und als Learning mitgenommen:
Mach soviel du kannst selber und inhouse. Wenn du von anderen abhängig bist, bist du verloren. Die Abhängigkeit von anderen kostet viel Zeit, noch mehr Geld und nimmt dir jegliche Flexibilität und Geschwindigkeit. Aber gerade das sind die Eigenschaften, die es in einem starken Wettbewerb braucht, um sich einen Vorsprung zu erarbeiten. Mit dieser Erkenntnis stehe ich im Gegensatz zu den Empfehlungen der meisten Berater. Oft wird empfohlen, alles auszulagern, was man auslagern kann. Denn dann hat man keinen Ärger damit. Ich sehe das anders.

2014 habe ich das, was ich gelernt habe dann mal reflektiert. Ich wollte den nächsten Schritt gehen und habe mich gefragt, wie ich das erreichen kann.

Ich habe deshalb den Beschluss gefasst, mich an Unternehmen zu beteiligen und mein Wissen und Können zum Wohle der Firma, aber damit auch zu meinem eigenen Wohle einzusetzen.

Meine Message an dich: Hab ein Ziel, aber sei flexibel. Versuche nicht alle Hindernisse mit der Brechstange aus dem Weg zu räumen. Wenn es irgendwo nicht weitergeht oder sich die Bedingungen, unter denen ein Ziel aufgestellt wurde ändern, dann sei bereit neu zu denken und eventuelle auch einen Schritt zurück zu gehen. Du kennst ja den Spruch. Sei vorsichtig, wenn jemand einen Schritt zurück macht. Er könnte Anlauf nehmen.

Unternehmensbeteiligungen? Also Aktien, oder wie?

Ja, ich weiß “Aktien sind doch Unternehmensbeteiligungen”. Das ist dein erster Reflex. Damit hast du völlig Recht. Wenn ich von Unternehmensbeteiligungen spreche, dann meine ich damit die Übernahme von einem großen Anteilspaket, das es mir ermöglicht, Einfluss auf den Erfolg des Unternehmens auszuüben.

Wenn ich ein paar Aktien eines börsengehandelten Unternehmens in mein Depot lege, dann habe ich zwar theoretisch auf der Hauptversammlung die Möglichkeit, mit meiner Stimme Einfluss auf das Management des Unternehmens zu nehmen. Faktisch wird der Erfolg der Firma aber genau Null Komma Null durch mich beeinflusst. Weil ich nicht Warren Buffet bin, kann ich leider keine so großen Aktienpakete kaufen, dass ich in den großen börsengehandelten AGs Einfluss nehmen kann.

Insbesondere steht mir als kleinem Aktionär nicht grundsätzlich die Möglichkeit offen, im Unternehmen aktiv mitzuwirken. Das ist aber gerade das, was mir wichtig ist. Ich möchte nicht einfach nur mein Geld irgendwo abgeben und dafür dann ein paar Prozentpunkte Kursgewinn pro Jahr und vielleicht noch eine kleine Dividende erhalten. Ich möchte mitwirken.

Meine Message an dich: Es gibt neben den “klassischen” Anlageformen in Aktien, Währungen und Immobilien auch die Möglichkeit durch Gründung oder Kauf einen großen Anteil an einem Unternehmen direkt zu erwerben. In diesem oder diesen Unternehmen kannst du aktiv mitwirken und den Erfolg mitgestalten.

Welchen Vorteil bieten Unternehmensbeteiligungen?

Möglichkeit Einfluss zu nehmen

Wenn du an einem Unternehmen zu einem signifikanten Anteil beteiligt bist, kannst du direkt und persönlich Einfluss nehmen. Du kannst die Strategie des Unternehmens genauso maßgeblich mitgestalten, wie du auch aktiv operativ mitwirken kannst.

Höherer Hebel

Bei systematischer Arbeit und gutem Management sind mit eigenen Unternehmen, bei geringem Risiko (Nein, du musst nicht das Erbe der Oma setzen und ihr Haus verpfänden) viel höhere Renditen zu erzielen als am Aktienmarkt. Natürlich bedeutet ein höherer Hebel auch, dass du dein eingesetztes Kapital verlieren kannst. Neben der monetären Rendite lernst du aber auf jeden Fall bei jeder Gründung etwas. Wenn die erste Gründung oder Unternehmensbeteiligung nicht klappt, dann klappt mit der Erfahrung aus den Fehlern vielleicht die nächste Gründung.

Möglichkeit dich zu verwirklichen

Du entscheidest selber, was das Unternehmen macht, an dem du dich beteiligst. Du hast die Fäden in der Hand. Mit einer Unternehmensbeteiligung hast du die Möglichkeit, dich mit deiner Arbeit zu verwirklichen, statt zu arbeiten, um dich zu verwirklichen.

Aktives Einkommen

Als Anteilseigner kannst du natürlich auch im Unternehmen mitarbeiten und dafür ein angemessenes Gehalt bekommen. Wenn du ein ausreichend hohes Stimmrecht hast, wirst du also zu deinem eigenen Arbeitgeber und Chef. Je nachdem, wie der Gesellschaftsvertrag gestaltet ist, bist du u.U. sogar verpflichtet mitzuarbeiten. Aber ob dieser Passus in den Vertrag Eingang findet oder nicht, bleibt dir ja selber überlassen. Je nachdem, ob du es so haben möchtest oder nicht.

Passives Einkommen

Die Gewinne der Firma stehen den Anteilseignern zu. Genauso, wie du als Aktionär (manchmal) eine Dividende bekommst, so kann auch die Firma an der du direkt und stärker beteiligt bist, Geld an dich ausschütten. Die Perspektive, langfristig, bis ins hohe Alter ein regelmäßiges passives Einkommen durch Ausschüttungen aus der Firma zu erhalten ist also bei deiner Unternehmensbeteiligung genauso gegeben, wie bei einem Aktienportfolio.

Meine Message an dich: Unternehmensbeteiligungen sind nicht passiv (im Sinne von ohne Arbeit für dich). Sie geben dir aber die Möglichkeit, dich selber zu verwirklichen (Freiheit & Glück). Sie gehen mit Verantwortung für den Erfolg des Unternehmens und damit für deine finanzielle Lage und mglw. auch für die finanzielle Lage von Mitarbeitern einher. Sie ermöglichen aber eine hohe Rendite, viel Spaß und bieten die Perspektive eines langfristigen passiven Einkommens.

Und genau das ist deshalb mein Ansatz für das Erreichen meiner Ziele, Unternehmen zu gründen, mich an Unternehmen zu beteiligen und anderen zu helfen, das Gleiche zu tun.


Exkurs: Was ist ein Ziel?

(Das meine Diplomarbeit noch einmal zu irgendetwas gut ist, hätte ich nicht gedacht. Aber dort habe ich folgendes geschrieben)

“Ziele stellen einen zukünftigen, erstrebenswerten Zustand dar. […] Sie sollen […] erreichbar sein. Aus diesem Grund werden an Ziele grundlegende Anforderungen gestellt, die anhand der SMART-Regel erläutert werden.

SMART steht für

  • S pecific (Ziele müssen spezifiziert sein),
  • M easurable (Ziele müssen messbar sein),
  • A chievable (Ziele müssen erreichbar sein),
  • R ealistic (Ziele müssen realistisch sein),
  • T ime Frame (für Ziele muss ein Zeitpunkt des Erreichens festgelegt werden).

Ziele haben eine Motivationsfunktion und ermöglichen zudem die Strukturierung und Koordination […]. ”

Der Satz “Ich will reich sein!” ist also kein Ziel. Denn er erfüllt nicht die Anforderungen an die SMART Regel.

Ein SMARTes Ziel wäre beispielweise: “Ich möchte bis ich 50 Jahre alt bin ein Aktienvermögen von 500.000€ haben”.

Es kann nicht jeder alles erreichen. Aber jeder kann sich ein SMARTes Ziel setzen, das für ihn / sie persönlich ambitioniert aber realistisch ist!

Warum sind Ziele so wichtig?

Strategien sind die Planung eines „Weges“ der zum Ziel führt. Ohne Ziel kann man also keine Strategie entwickeln. Nur mit einem Ziel und einer darauf ausgerichteten Strategie kann man sicherstellen, dass jede Tätigkeit dem Großen Ganzen dient. Genau das ist die Basis für Erfolg. Das Ausrichten möglichst vieler Tätigkeiten auf das Erreichen eines Ziels.

Das Umsetzen einer Strategie ist tagtägliche Arbeit. Wenn du bei deinem Ziel nicht vollkommen intrinsisch motiviert bist, ist es fast unmöglich diesen Weg (die Strategie) zu gehen. Denn der Weg ist dann kraftraubend, statt kraftgebend.

Wenn du intrinsisch motiviert bist und ein klares, SMARTes Ziel hast, wirst du den Weg erfolgreich gehen und dein Ziel erreichen können. Wenn du einem Ziel nachläufst, das dir vorgesetzt wurde, hast du es um ein vielfaches schwerer deine Ziele zu erreichen. Denn du schöpfst dann keine Kraft aus dem Weg. Der Weg ist kraftraubend und jeder Schritt fällt schwerer.

„Ich will mit Anfang 30 ein Haus, weil das alle in meiner Familie so gemacht haben.“ ist deshalb zwar wahrscheinlich ein SMARTes, aber kein gutes Ziel.

Es gibt ein sehr schönes Video, das den Zusammenhang zwischen wirklichen, aus dem Herzen kommenden Zielen und dem Glück, das man erfährt, wenn man sich nur auf den Weg macht, dieses Ziel zu erreichen anhand von einigen Porträts darstellt. Das ganze Video ist extrem sehenswert. In 30 Sekunden zusammengefasst und wissenschaftlich erläutert wird es im Abspann.

(Das Video ist eigentlich ein Werbespot einer Bank. Aber inhaltlich ist dem dennoch nichts hinzuzufügen.)


Mein Werdegang: David Schmitz 2.0

damado – Onlinemarktplatz „Amazon für Bio“

2015 habe ich den Onlinemarktplatz damado gelauncht. Zusammen mit meiner Partnerin war unser Ziel “Amazon für Bio” zu werden. Damals galt der Onlinehandel mit Lebensmitteln als der nächste große Markt. Während in allen Ländern um Deutschland herum bereits deutlich mehr Menschen ihre täglichen Lebensmittel Online kaufen, steckt der Markt in Deutschland weiterhin im Dornröschenschlaf. Studien belegten aber, dass sich das bald ändern würde.

David Schmitz

Wir sind angetreten, um dann mit dabei zu sein. Ganz getreu dem Motto, “mach alles selber, was geht” (siehe oben) habe ich die Software für den Marktplatz selber programmiert. Erstens gibt es zwar relativ gute Onlineshops, die auch günstig oder sogar kostenlos sind, aber was wir brauchten war ja ein ganzer Marktplatz. Zweitens war mir klar, dass man auch am Anfang nicht alle benötigten Funktionen und Features klar benennen kann. Wenn wir einen Dienstleister mit der Programmierung beauftragt hätten, wäre schon das fertige Produkt in der ersten Version nicht zu 100% das gewesen, was wir benötigt haben.

Den Entschluss den Marktplatz zu gründen, haben wir schon 2014 gefasst. Ich habe also neben der Arbeitszeit in meinem Angestelltenverhältnis abends und am Wochenende die Software programmiert.

2015 sind wir an den Start gegangen. Es hat dann aber leider mehrere Probleme gegeben.

Der Markt ist nicht so gewachsen, wie es unsere Marktforschung einwandfrei und zweifellos :-p vorhergesagt hat.

In der Nische Bio-Lebensmittel, die wir aus persönlicher Überzeugung, aber auch um der Konkurrenz von amazon zu umgehen gewählt haben, waren wir leider doch nicht so geschützt. Amazon hat im gleichen Jahr begonnen Bio-Handelsketten zu übernehmen.

Vor allem aber mussten wir feststellen, dass die Kunden natürlich, nicht nur eine Packung Nudeln oder zwei Tüten Reis kaufen, sondern dass sie im Lebensmittelbereich in der Regel größere Bestellungen tätigen. Wenn diese Bestellungen dann, wie es auf einem Marktplatz üblich ist, von mehreren Händlern verschickt werden, dann fallen auch mehrfach Versandkosten an.

Wir hatten dieses Problem zwar versucht zu reduzieren, indem wir ein Tool hatten, dass es ermöglichte einen “ähnlichen Warenkorb”, also mit gleichen Produkten, dann evtl. einer anderen Marke bei weniger Händlern zu kaufen und so Versandkosten zu sparen. Insgesamt hat das Marktplatzkonzept aber leider nicht funktioniert.

damado als Shop

Kein Problem: Wir sind ja flexibel. Wir haben das System dann kurzerhand auf einen einfachen Shop umgestellt. Wir waren also nicht mehr der Marktplatzbetreiber, sondern wir haben einen eigenen Shop betrieben, und selber Bio-Lebensmittel verkauft. Unser Ansatz war dann der, dass wir keine Verpackungen, sondern Verpackungseinheiten, also bspw. 6 Artikel eines Produkts im Gebinde verkauft haben. Dafür haben wir die Ware günstiger angeboten, als es im Einzelhandel, bei Abnahme einzelner Einheiten der Fall gewesen wäre.

Die Verpackungseinheiten konnten wir in dieser Größe beim Großhändler beziehen, so dass wir keinen Warenbestand benötigt haben. Die Produkte wurden erst von uns gekauft, nachdem wir sie verkauft haben. Der Großhändler hat die Ware am nächsten Tag geliefert und wird konnten sie ohne Lagerkosten bei uns an die Kunden verschicken.

Das System hat funktioniert. Allerdings habe ich vorher ein Jahr lang eine Software programmiert, von der 98% der Funktionen nun nicht mehr gebraucht wurden.

Mein Learning: Gehe nicht mit der eierlegenden Wollmilchsau an den Start. Fange an, habe ein Ziel und eine Strategie. Sei flexibel, wenn sich herausstellt, dass ein Weg nicht funktioniert. Aber vor allem: Lass den Markt entscheiden, was er haben möchte und was er nicht benötigt. Probiere nicht dem Markt ein Produkt, einen Service oder auch nur ein Feature aufzudrängen, nach dem er nicht gefragt hat.

Es lief also mit dem ersten Unternehmen. Aber ausgelastet waren wir noch nicht.

K.S. company – Verkauf von Smartphonezubehör

Als zweites Unternehmen habe ich deshalb K.S. company gegründet. Mit der Firma wird Smartphonezubehör auf Amazon, ebay und anderen Marktplätzen verkauft. Wir haben einige Smartphonehüllen selber entwickelt und dabei u.a. das Problem gelöst, dass bei Handyhüllen zwar das Handy selber meistens gut geschützt ist, die Kameralinse aber weiterhin ungeschützt den äußeren Einflüssen ausgesetzt ist.

Als Basis für dieses Business konnte ich die Software von damado nutzen und sie auf speziellen Anforderungen von Onlinemarktplätze anpassen. Viele der Funktionen, wie CSV-Importe und Exporte konnte ich mit K.S. company nun also doch nutzen.

Mit der Firma versenden wir unsere Produkte nicht über FBA, sondern aus unserem eigenen Lager. Das hat mehrere Vorteile (auch wenn es viele andere Unternehmen gibt, für die FBA mehr Vorteile hat).

Erstens gilt auch hier wieder, dass ich die Dinge lieber alle selber mache, statt die Verantwortung an eine andere Stelle abzugeben.

Zweitens verkaufen wir nicht nur über amazon, sondern auch auf mehreren anderen Marktplätzen in ganz Europa. Durch das Lagern von Waren bei amazon stehen diese Artikel nicht mehr für den Verkauf auf anderen Marktplätzen zur Verfügung. An einem eigenen Lager führt also kein Weg vorbei. Durch das Führen von zwei Lägern wäre eine höhere Kapitalbindung für Waren notwendig.

Eine hohe Kapitalbindung schränkt aber die Flexibilität und die Möglichkeiten drastisch ein. Gute Logistik versucht mit minimalen Beständen und guten Lieferketten auszukommen. Ich betone hier noch einmal, dass ich damit nicht sagen möchte, dass FBA grundsätzlich schlecht ist. Für uns ist es aber nicht die beste Option. Auch mit dieser Meinung widerspreche ich vermutlich der Mehrheit der E-Commerce Szene und Berater, die oft neben FBA überhaupt nichts mehr in Betracht zieht.

Einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren bei K.S. company ist aber mit absoluter Sicherheit unser Preisoptimierungsalgorithmus.

Wir haben einen Algorithmus entwickelt und implementiert, der es uns ermöglicht mit jedem Produkt immer um den optimalen Verkaufspreis herum zu schwanken. Es ist nicht möglich, systematisch immer exakt das Optimum zu treffen (das gilt in Unternehmen, wie an der Börse und überall sonst). Du kannst nur probieren, immer möglichst nah am Optimum zu liegen.

Klassische Repricing Systeme funktionieren so, dass der Preis eines Produkts immer dann gesenkt wird, wenn ein definiertes Konkurrenzprodukt im Preis gesenkt wird. Dadurch setzt sich eine Abwärtsspirale in Gang, an deren Ende niemand mehr Geld verdient (wie es die marktwirtschaftliche Theorie von Angebot und Nachfrage ja auch vorsieht).

Das Ziel ist aber nicht, so viele Einheiten wie möglich zu verkaufen. Sondern das Ziel ist, so viele Einheiten zu verkaufen, dass dabei durch die Marge aus dem Verkauf der Unternehmensgewinn maximiert wird, statt den Umsatz oder die Stückverkäufe zu maximieren. Unser Preisoptimierungsalgorithmus geht genau so vor.

In meiner Firma K.S. company GmbH konnten wir durch konsequente  Anwendung des Preisoptimierungsalgorithmus im hart umkämpften Markt für  Smartphonezubehör unsere Marge auf über 40% vom Nettoumsatz bei  Umsätzen von ca. 1.000.000 € netto p.a. erhöhen.

Das ist weder der maximal erzielbare Umsatz (es wären vermutlich auch 2 mio € Umsatz möglich, wenn die Preise gesenkt würden. Dann wären aber die Margen deutlich geringer), noch die maximale Marge (es wären auch 60% Marge machbar. Aber dann würde nur noch ein Bruchteil des Umsatzes erzielt). Aber es ist die Kombination, mit der der maximal mögliche Gewinn erwirtschaftet wurde.

Die Firma ist über einige Jahre organisch und ohne Fremdkapital gewachsen. Den Onlineshop für Bio-Lebensmittel haben wir eingestellt, als neben K.S. company und dem neuen Projekt meiner Partnerin keine Zeit mehr dafür war. Im Jahr 2019 habe ich dann 50% der Anteile am Unternehmen verkauft und die Position als Geschäftsführer abgegeben.

Ich bin jetzt noch als Berater der Geschäftsführung und Programmierer für K.S. company tätig. Diese Arbeit führe ich aber zeitlich flexibel und vor allem örtlich unabhängig aus.

Meine Learnings aus K.S. company und der Entwicklung der Software sind die Folgenden:
Außerhalb der vorgetretenen Pfade zu denken kann sehr erfolgreich sein. Glaube nicht dass, was dir die Einheitsmeinung von Gurus und Beratern erzählt. Denn wenn alle das Gleiche machen, funktioniert es schnell nicht mehr. Du musst nicht total “out of the box” denken. Aber ein bisschen andere Wege zu gehen und auf die Schwachstellen der Standardlösung der breiten Masse zu zielen schafft Erfolg.

In Fehlern und Problemen liegen Chancen. Ich freue mich über jedes Problem, das ich lösen kann. Denn dadurch werde ich besser, der Prozess stabiler und das Produkt kundenfreundlicher. KVP Kaizen, PDCA etc. sind keine leeren Floskeln. Es handelt sich wirklich um mächtige Tools, um systematisch, kontinuierlich, langfristig und organisch zu wachsen.

sun & soul – Reiseveranstalter für Retreats an der Algarve

Nach dem Schaffen meiner zeitlichen Flexibilität und örtlichen Unabhängigkeit war ich endlich wieder bereit, den Schritt zurück in die Zukunft zu gehen. Ich habe also wirklich nur Anlauf genommen 🙂

Ich habe im letzten Jahr meine neue Firma sun & soul gegründet. sun & soul ist ein Reisveranstalter, der auf die Organisation von Retreats und Workations an der Algarve spezialisiert ist. Wir organisieren im Auftrag von Trainern, Coaches und Seminarleitern, Reisen für Mastermindgruppen, Yogaurlaube und allgemeine Workations, auf denen sich verschiedene Gründer eine Woche lang in entspannter Atmosphäre treffen, ihre Ideen pitchen und entwickeln, etc.

Mit diesem Projekt schließt sich also der Kreis. Ich kann all meine Erfahrungen und meine Interessen in einer Firma bündeln. Ich habe dabei keinen hohen finanzielle Druck, weil ich neben diesem Projekt auch andere Einnahmequellen habe. Ich kann etwas tun, was mir Spaß macht und was mich erfüllt.

Meine Message an dich: Wenn es sich für dich richtig anfühlt, dann wage den Schritt in die Selbstständigkeit. Gehe die Sache nicht naiv an. Aber erlaube dir Fehler zu machen und daraus zu lernen. Behalte deine eigene kritische Sichtweise auf die Dinge und vertraue auf das Urteil des Markts. Höre nicht auf die Rattenfänger, die dir viel Geld und wenig Arbeit versprechen.

Finanzielle Unabhängigkeit von Selbstständigen

Wenn du zu mehr als 50% an einem Unternehmen beteiligt bist, giltst du automatisch als “beherrschender Gesellschafter”. (Es gibt wie immer Ausnahmen und Spezialfälle. Aber im Allgemeinen ist diese Aussage gültig.) Als beherrschender Gesellschafter kannst du zwar im Unternehmen mitarbeiten.

Du wirst aber bei der Sozialversicherung nicht als “normaler” Mitarbeiter, der angestellt ist betrachtet. Rechtlich giltst du dann als selbstständig. Als Selbstständiger zahlst du nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Du bist also für deine Altersvorsorge komplett selber verantwortlich. Ich persönlich fand und finde das sehr positiv. Einige Menschen belastet diese Verantwortung. Auf jeden Fall bedeutet es, dass die finanzielle Unabhängigkeit kein Bonus ist, den du einlösen kannst, wenn du schon vor dem normale Renteneintrittsalter aufhören möchtest zu arbeiten.

Die finanzielle Unabhängigkeit ist für Selbstständige ein unbedingt zu erreichendes Ziel. Erst wenn dieses Ziel erreicht ist kannst du als selbstständiger aufhören zu arbeiten. Denn eine staatliche Rente bekommst du (einige würden sagen “zum Glück”) nicht.

Die passiven Einkommen aus den Unternehmensbeteiligungen helfen dabei, das Ziel zu erreichen. Wie bei Unternehmensbeteiligungen über Aktien gilt aber selbstverständlich auch bei anderen Beteiligungen: Eine breite Streuung erhöht die Sicherheit. Es ist nie ausgeschlossen, dass ein Unternehmen mal in Schwierigkeiten kommen kann.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags haben auf Grund der Coronakrise ca. 50% aller Unternehmen in Deutschland Kurzarbeit angemeldet und in vielen anderen Ländern weltweit ist die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen bereits extrem stark angestiegen. Eigentlich als “unantastbar” geltende Firmen, wie ölfördernde Unternehmen, große Kreuzfahrtanbieter und andere stehen plötzlich vor der Insolvenz.

Einzig auf die Gewinnausschüttungen aus meinen Unternehmensanteilen verlasse ich mich deshalb nicht. Selbstverständlich investiere ich meine Sparraten weiterhin systematisch am Aktienmarkt und ich werde perspektivisch auch über Direktinvestments in Immobilien die passiven Einnahmequellen weiter streuen.

Meine Message an dich: Lege nicht alle Eier in einen Korb. Egal, was du tust, um finanziell frei zu sein. Streue das Risiko.


Exkurs: Warum ist ein hohes Einkommen in jungen Jahren dreifach wichtig für die finanzielle Unabhängigkeit?

Finanzielle Unabhängigkeit schafft man nicht durch Sparen. Ein hohes Einkommen und die systematische Geldanlage sind dafür Unerlässlich. Wenn du deine Rente in die eigenen Hände nehmen willst / musst, kannst du am Kapitalmarkt kein hohes Risiko eingehen.

Wenn du also mit einer moderaten, risikoarmen Rendite kalkulierst, benötigst du ein signifikantes Vermögen, um die finanzielle Freiheit zu erreichen. Insbesondere dann, wenn du ohne Entnahmeplan kalkulierst. Ich persönlich habe nicht vor, mir auszurechnen, wann ich sterben muss, damit mein Geld nicht vorher zu Ende geht. Ein Entnahmeplan in der Rente ist deshalb nicht Teil meiner Strategie.

Du musst also eine hohe Sparrate generieren, um bei einer moderaten Rendite ein ausreichend hohes Vermögen aufzubauen, das dir deinen geplanten Lebensstandard während der Rente sichert.

Aber wie erreicht man dennoch möglichst früh den Punkt der finanziellen Unabhängigkeit?

Eine Lösung dafür könnte sein, dass du durch ein hohes Einkommen auch eine hohe Sparrate generierst. Je jünger du bist, umso leichter fällt es dir, auf Luxusgüter zu verzichten. Es ist aus meiner Sicht aber nicht realistisch, bis ins hohe Alter damit zufrieden zu sein, in einer 30qm Wohnung zu hocken und nur Instant-Kaffee zu trinken. Der geplante und gewünschte Lebensstandard, bei dem du zufrieden bist, wird also vermutlich im Laufe der Zeit steigen. (Und um Zufriedenheit geht es am Ende. Um nichts anderes!)

Die finanzielle Unabhängigkeit erreichst du also früh, wenn du frühzeitig ein Sparvermögen aufbaust, das bei Erwirtschaftung einer moderaten Dividende bis zum geplanten Eintritt in die Rente zu einem Betrag angewachsen ist, bei dem du den jetzigen Lebensstandard halten kannst. Das ist also ein geringes Vermögen, wenn das Vermögen noch über viele Jahre Rendite erwirtschaften kann und dein derzeitiger Lebensstandard noch relativ gering ist.

Sobald dieses Sparvermögen erreicht ist, kannst du parallel zur Erhöhung deines Sparvermögens deinen Lebensstandard hochschrauben. Dadurch steigt dein Lebensstandard frühzeitig kontinuierlich an, ohne dass die Sicherung dieses Standards zum Renteneintrittszeitpunkt in Gefahr ist.

Je höher das Einkommen, umso höher ist die Sparrate und umso schneller kann der eigene Lebensstandard erhöht werden. Oder umso höher kann der Lebensstandard bis zum Ende der Erwerbstätigkeit steigen.

Ein hohes Einkommen in jungen Jahren und eine klare Strategie sind deshalb der Schlüssel zum Erfolg für die Rente mit 40 oder die luxuriöse finanzielle Unabhängigkeit.

Denn dadurch erreichst du

  • 1) eine hohe Sparrate, bei (noch) geringem Lebensstandard,
  • 2) ein langes Wirken des Zinseszinseffekts,
  • 3) frühzeitig ein Vermögen, dass es dir erlaubt, den aktuellen Lebensstandard auch im Rentenalter zu halten und die Möglichkeit diesen sicheren Lebensstandard schrittweise parallel zum Sparvermögen zu erhöhen.

Etappenziel: Finanzielle Unabhängigkeit und weitere Pläne

Ich habe es auf diese Weise mit Anfang 30 geschafft, frei zu sein.

Meinen Lebensstandard, den ich aus Überzeugung nicht übertrieben luxuriös gestalte (bei dem ich auf den Konsum von Produkten aus hochwertigen Materialien und möglichst nachhaltiger Produktion achte) kann ich aus meinen passiven Einkommensquellen bestreiten.

Einige würden deshalb sagen, dass ich auch finanziell frei sei. Aber das ist nicht die primäre Frage. Denn ich habe schließlich noch weitere Ziele.

Dazu gehört unter Anderem eine Quinta (man kennt es eher unter dem spanischen Begriff “Finca”) in Portugal zu kaufen und dort meine Retreatreisen anzubieten. Dafür ist ein größeres frei verfügbares, also nicht an der Börse für die Rente angelegtes Vermögen notwendig.

Frei bin ich also, weil ich die Dinge erreicht habe, die in meiner Definition dafür notwendig sind:

  1. Ortsunabhängiges Arbeiten,
  2. Arbeiten ohne Chef,
  3. meinen Faible für Portugal in meine Tätigkeiten integrieren,
  4. ein hohes Einkommen, das mir meinen persönlichen Lebensstil sichert und eine Sparquote ermöglicht, mit der ich deutlich vor dem eigentlichen Renteneintrittsalter diesen Lebensstandard ohne zu arbeiten halten kann.

Ich bin aber noch lange nicht am Ende der Reise. Das wäre ja auch langweilig. 🙂

Meine Message an dich: Setze dir ein klares Ziel (SMART)! Lasse dich dabei nicht blenden oder von anderen lenken. Ich glaube, dass die meisten Menschen tief in ihrem Herzen ein ganz anderes Ziel haben, als das was sie angeben und leben. (Warum sonst würden so viele Menschen wie die Marionetten das gleiche Leben leben und wieso sonst wäre der Anteil der Menschen mit Depressionen in Industrieländern so extrem hoch?) Falle darauf nicht herein! Lege dir eine Strategie zurecht, wie du dein Ziel erreichen kannst und dann leg los. Du spürst, ob du das Ziel richtig gesetzt hast, wenn dir der Weg dorthin Kraft gibt, statt Kraft zu rauben.

Was ich jetzt mache

Ich arbeite weiterhin zeitlich und räumlich flexibel bei K.S. company mit. Ich kümmere ich um sun & soul und unterstütze meine Partnerin bei ihrem Projekt flat-design.eu. In Kooperation mit einem Hersteller für Schutzfolien, launche ich demnächst eine High-Quality Brand für made in Germany Schutzfolien für mobile-devices.

Darüber hinaus arbeite ich mit anderen Gründerteams an weiteren E-Commerce Projekten, mit ganz unterschiedlichen Ausrichtungen und Strategien. Diese reichen vom FBA-Handel bis hin zu eigenen themenspezifischen Marktplätzen.

Aber vor allem teile ich meine Ansätze, Erfahrungen und Prozesse mit Gründern im E-Commerce, die nicht vom schnellen Reichtum aus der Hängematte träumen, sondern die m it einer guten Idee, stabilen Prozessen und effizienter Arbeit zum langfristigen Erfolg kommen wollen.


Ich danke David für das umfassende Interview und unser interessantes Gespräch per Skype. Wer mehr über David erfahren möchte oder in Erwähnung zieht, seine Dienste als Coach, Berater oder Investor zu beanspruchen, findet weitere Infos unter david-schmitz.biz.

Gerne beantwortet er auch Kommentare unter diesem Artikel . Was hältst du von Unternehmensbeteiligungen? Hast du Erfahrungen machen können oder ziehst es in Betracht?

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2 Gedanken zu „Leserstory David: Unabhängigkeit durch Unternehmensbeteiligungen“

  1. Hallo David,
    danke für diesen sehr guten Beitrag; insbesondere die Learnings gefallen mir: kurz, und auf das Wesentliche reduziert!

    Zum Thema Unternehmensbeteiligungen: wenn ich das richtig verstehe, sind alle deine Beteiligungen aus früheren eigenen Gründungen hervorgegangen. Wie siehst du eine Option, sich erst später in ein bestehendes Klein-Unternehmen einzubringen? Ich vermute, dass in der Regel mehr Eigenkapital erforderlich ist, um sich nennenswerte Geschäftsanteile und Mitbestimmungsrechte zu kaufen, und so ein Weg daher weniger attraktiv für den Vermögensaufbau ist. Ich habe auch keine Erfahrung damit, wie leicht es ist, geeignete Kandidaten unter Unternehmen zu finden, die für so etwas offen wären.

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  2. Sehr spannend in Bezug auf die Selbständigkeit und das Halten von Firmenanteilen sind die Steuersparmöglichkeiten die sich ergeben. Nicht ganz unkompliziert, aber es ist eben möglich 98% seiner „Gewinne“ zu reinvestieren und dadurch einen deutlich stärkeren Hebel zu erfahren, als private Anleger, denen vor jeder Auszahlung der Steueranteil abhanden kommt.

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