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Talk am See mit Gaby Hauptmann

Geldschnurrbart zu Gast bei „Talk am See“ mit Gaby Hauptmann (SWR)

Moderatorin Gaby Hauptmann lud mich am 26.06. in ihre TV-Talkshow „Talk am See“ (SWR) ein. Ich sollte über das Thema Frugalismus sprechen. Auch konnte ich ein wenig über den Inhalt meines im September beim Ullstein-Verlag erscheinenden Buchs Rente mit 40 erzählen. Da es mein erster Auftritt in einer TV-Talkshow war, nachfolgend ein kleiner Blick hinter die Kulissen. Wie läuft so eine Sendung ab, was hat mir gefallen, was nicht?

Wer den Beitrag noch nicht gesehen hat, ab Minute 40:45 darf ich meine Ansicht zum Thema Geld sparen darstellen:

Zu Gast bei „Talk am See“ mit Gaby Hauptmann im SWR, 26.06.2019 21:50

Wie kam es zur Einladung in die Talkshow?

Vor einigen Monaten hatte ich dem SWR in Stuttgart ein Radiointerview über das Konzept der Frugalisten gegeben. Dann erhielt ich plötzlich eine Anfrage per E-Mail. Die Produktionsfirma fragte an, ob ich als Gast in der kürzlich gestarteten Talkshow „Talk am See“ des SWR dabei sein möchte.

Frugalismus Buch Rente Mit 40 - Florian Wagner - Geldschnurrbart

Die Show sollte bereits zwei Wochen später in Konstanz aufgezeichnet werden. Da jedoch keine große Vorbereitung meinerseits notwendig war, sagte ich zu. Einige Tage später rief mich eine nette Mitarbeiterin der Produktionsfirma an. Sie bat mich um ein kurzes Vorgespräch, das etwa eine halbe Stunde ging. Im Gespräch wollte sie wissen, was mich am Thema Frugalismus begeistert, wie mein bisheriger Werdegang ist und welche Spartipps ich für mehr Lebensfreude habe.

Im Vorgespräch sagte sie mir auch, dass ich gerne über mein aktuelles Buch „Rente mit 40 – Finanzielle Freiheit und Glück durch Frugalismus“ sprechen darf, das am 13. September beim Ullstein-Verlag erscheinen wird. Auf Amazon ist es bereits vorbestellbar.

Für die Zuschauer seien insbesondere konkrete Beispiele interessant, was ihr im Vorgespräch bereits gut gefallen hat. Da ich selbst noch nicht öffentlich gemacht hatte, dass ich die letzten Monate an einem Buch mit dem Ullstein-Verlag gearbeitet habe, war es für mich auch interessant zu sehen, wie die Information von einem Verlag zu den TV-Medien gelangen. 

Das Konzept der SWR-Talkshow „Talk am See“ mit Gaby Hauptmann

Ich hatte von der Talkshow zuvor noch nicht gehört und schaute mir daher in der Mediathek die ersten Folgen der neuen Show an. Ähnlich zur Talkrunde bei Markus Lanz gibt es bei der Sendung kein übergeordnetes Thema je Folge. Die Gäste der Talkshow sprechen über unterschiedliche Themen, stammen jedoch alle aus dem SWR-Sendegebiet. Da ich seit vier Jahren in Stuttgart lebe und gebürtig noch tiefer aus dem Schwabenland (Balingen) stamme, war die Redaktion zufrieden.

Die Talkshow lädt als Gäste meist drei prominente Personen und zwei „Unbekannte“ ein. Nach Durchsicht der bisher erschienenen Folgen gab ich meine Zusage. Zwischenzeitlich hatte ich mehrere Anfragen von RTL abgelehnt, da ich mich hier nicht wohl gefühlt hätte.

Wer ist die Moderatorin Gaby Hauptmann und wer die weiteren Gäste?

Moderatorin Gaby Hauptmann in Konstanz bei „Talk am See“ im SWR, Quelle: SWR/Kimmig/Hella Wolff-Seybold

Schriftstellerin Gaby Hauptmann moderierte die Sendung und lud als prominente Gäste unter anderem die niederländische Moderatorin Marijke Amado ein. Vielen dürfte die Moderation aus der Mini-Playback-Show in den 90er Jahren bekannt sein. Neben ihr war mit Josephine Henning eine ehemalige Profi-Fußballerin der Nationalmannschaft zu Gast. Sie hatte ihre Karriere vor kurzem beendet und sich seitdem ihrer zweiten Leidenschaft, der Kunst, gewidmet. Als weiterer prominenter Gast war Best-Ager Model Almuth Wehmeyer geladen. Oberster Bademeister in Baden-Würrtemberg Edgar Koslowski und meine Wenigkeit bildeten den unprominenteren Teil der Runde 🙂

Mini-Play-Back-Show Moderatorin Marijke Amado als Gast bei Talk am See

Es wird ernst: Anreise, Maske und Briefing

Zwei Wochen nach dem Vorgespräch ging es los zur Aufzeichnung ins Studio nach Konstanz am Bodensee. Netterweise durften mich meine Eltern und Großmutter als Gäste begleiten und bekamen einen Platz im Publikum. Auf 19:00 Uhr musste ich da sein. Die Aufzeichnung sollte um 21:00 Uhr beginnen. Die Ausstrahlung war für den nächsten Tag geplant.

Angekommen in der ehemaligen Stiftskirche St. Johann in der Altstadt von Konstanz, wurde ich direkt von dem netten Redaktionsteam in Empfang genommen. Mir wurde gesagt, dass ich mehrere Kleidungsoptionen mitbringen sollte. Auch erfuhr ich, dass strahlendes weiß oder starke Muster nichts für die Kamera seien. Das Studio ist den ganzen Sommer über aufgebaut. Ich nehme auf der Empore Platz, wo Häppchen (Maultaschen natürlich) bereitstanden. Dort lerne ich die Gäste und deren Partner kennen.

TV-Studio „Talk am See“ in der ehemaligen Stiftskirche St. Johann in Konstanz am Bodensee

Die Redaktion stellte in einem lockeren Vorgespräch sicher, welche Schwerpunkte zu setzen seien und wie die Sendung ablaufen würde. Dann ging es in die Maske und mein Gesicht erfuhr zum ersten Mal die Benetzung durch Puder.

Die erste Maske meines Lebens

Das Oberteil wurde vom Kamerateam noch kurzfristig von schwarz auf blau gewechselt. Nach Mikrofon-Verkabelung waren wir bereit. Im Studio waren etwa 60 Gäste, die bereits vom Stimmungsmacher unterhalten wurden (der arme Kerl stand in der Nähe der Scheinwerfer und hatte bei den Temperaturen im Studio mit der Hitze zu kämpfen). 

10 Minuten vor der Show lud Gaby Hauptmann uns Gäste noch in ihren improvisierten Vorbereitungsraum ein. Dort stimmte sie uns entspannt auf die Sendung ein. Dann ging es los und einzeln wurden wir auf die Bühne ins Studio gebeten.

Wir sind live (fast) – Die Aufzeichnung beginnt

Dreh in Konstanz am Bodensee

Als Anweisung bekam ich mitgeteilt, in welche Kamera ich für den Einspieler zu lächeln habe – das war es dann auch an Vorbereitung. Die Talkshow nahm ihren Lauf und da die Sendung einen Tag später ausgestrahlt werden würde, konnten umständlich formulierte Fragen oder Versprecher direkt wiederholt werden.

Vom kleinen Faux-Pas, als anstatt Moderatorin Marijke Amado eine andere Person als Foto eingeblendet wurde, war am folgenden Samstag Abend im TV nichts mehr zu sehen. Der Vorteil, wenn man nur „fast live“ ist.

Da meine Eltern und Oma direkt hinter mir im Publikum saßen und auch im Bild zu sehen waren, war es lustig, sie an einigen Stellen hinter mir Lachen zu hören. Ich hoffte nur, dass ihre Handys ordnungsgemäß ausgestellt waren und kein ohrenbetäubendes Vogelzwitschern (der derzeit bevorzugte Klingelton) zu hören war. Es ging alles gut 🙂

Ich habe mich während der Sendung sehr wohlgefühlt: im Vorfeld wollte ich darauf achten, nicht zu häufig das Wort „genau“ zu benutzen und meine Handgestikulation im Zaum zu halten. Auch wollte ich das Thema Frugalismus und Rente mit 40 möglichst interessant rüberbringen, ohne Rechtfertigungen oder jemanden missionieren zu wollen.

Das Buch Rente mit 40 – Finanzielle Freiheit und Glück durch Frugalismus

Da ich auch kurz über das im September erscheinende Buch Rente mit 40 sprechen durfte, hatte ich im Vorfeld die Befürchtung, dass ich mich selbst noch nicht ganz authentisch fühle, da ich ja noch keine 40 bin und auch nicht in Rente. Durch meine Interviews mit den Frugalisten, die im Buch vorkommen und ihren Weg beschreiben, wie sie bereits vor 40 in Rente gegangen sind, hatte ich jedoch genug Realbesipiele parat um nicht nur theoretisch über das Thema sprechen zu können.

Die Aufzeichnung der Sendung dauerte circa 1h 20 Minuten und für mich ging alles sehr schnell vorbei. Nach kurzer Zeit nahm ich die Kameras nicht mehr wahr und auch die Aufregung hielt sich in Grenzen. Mit dem leicht provokanten Kommentar, dass der Frugalist Florian Wagner bestimmt alle Gäste im Anschluss noch auf einen Wein in der Gaststätte um die Ecke einlädt, ging die Sendung zu Ende. Wir Gäste standen noch kurz für Fragen einiger Publikumsgäste bereit. 

Gastauftritt bei „Talk am See“ mit Gaby Hauptmann in Konstanz

Ein Chef eines Betriebs kam auf mich zu und sagte mir, dass er den Galileo Frugalismus-Beitrag gesehen hatte und ihn seinen Mitarbeitern gezeigt hat. Diese würden trotz gutem Gehalt ständig jammern, dass sie kein Geld haben. Für ihn ist das Frugalismuskonzept eine tolle Inspiration für bewussteren Umgang mit Ressourcen und Geld. Das bringt ihm mehr Lebensfreude.

Eine Dame wollte ein Fan-Foto mit Profi-Fußballerin Josephine Henning. Da ich ebenfalls daneben stand, bat sie mich mit aufs Foto. So kam auch ich zu einem kurzen Promi-Moment.

Ausklang in der Weinstube und eine glückliche Oma

Nach der Sendung wurde das TV-Team samt Gästen und deren Begleitung noch in eine kleine Gaststätte nebenan auf Currywurst und Weinschorle eingeladen. Wie sich herausstellte, ist meine Oma ein großer Fan von Marijke Amado. Für sie hatte sich der Abend nach der kurzen Vorstellung und Umarmung schon gelohnt.

Oma, Marijke Amado, Geldschnurrbart

In entspannter Runde unterhielten wir uns über die Sendung. Moderatorin Gaby Hauptmann entschuldigte sich für die provokanten Fragen mir gegenüber. Ich selbst fand es jedoch überhaupt nicht schlimm, da diese Fragen viele Menschen stellen, die neu auf das Thema aufmerksam werden. Damit hatte ich eine Möglichkeit, die größten Vorurteile über Frugalismus klarzustellen und meine Ansichten zu erläutern.

Es folgten weitere Gespräche über die Hürden von Buchverkäufen über Verlage und das Internet sowie die Herausforderungen im Leben als Profi-Fussballerin. Es war ein sehr netter Ausklang eines interessanten Abends. Gegen Mitternacht machten wir uns wieder auf den Heimweg nach Balingen.

Fazit zur Talk-Show mit Gaby Hauptmann und Frugalismus

Insgesamt war es wieder einmal eine interessante neue Erfahrung, die ich gerne wahrgenommen habe. Das Feedback des Senders war sehr positiv. Die Rückmeldung aus der Frugalisten-Community auf Facebook und Freunden war, dass sie die Fragen der Moderatorin etwas zu bissig fanden und sie den Eindruck hatten, dass sie das Konzept des Frugalismus noch nicht ganz verstanden habe.

Ich emfand dies jedoch wie erwähnt als Chance, die gängigen Vorurteile anzusprechen und Interesse für das Konzept des Frugalismus aufzubauen. Mein Aufwand für die TV-Talkshow war deutlich geringer als beispielsweise die Dreharbeiten des Galileo-Frugalismus-Beitrags. Es mussten keine Sätze in mehreren Kameraperspektiven wiederholt werden. Es war vielmehr ein nettes Gespräch, das wenig Vorbereitung von meiner Seite aus verlangte. Durch das Frage-Antwort-Spiel für mich auch ein gutes Format, um das Thema zu erläutern.

Was ist dein Feedback zur Sendung? Hast du bereits Interesse am Thema Rente mit 40, Frugalismus und finanzieller Freiheit? Was siehst du kritisch? Ich freue mich über deine Meinung in den Kommentaren!

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2 Kommentare

  1. Gerade aus dem Urlaub mit meiner Tochter, der Mutter von Florian, kommend, möchte ich mich hier dafür bedanken, dass ich die Talkshow am See miterleben durfte. Aufgeregt, aber voller Stolz saß ich mit Florians Eltern direkt hinter meinem Enkelkind und dachte:
    Armer Junge, tust mir soooo leid. Nix da – armer Junge. Für meine Begriffe hat er den Frugalismus in der kurzen Zeit souverän erklärt.
    Ich bin voller Stolz auf meinen …… haha, den Kosenamen verrate ich hier aber nicht.

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